Donnerstag, 3. September 2009

Moskau, Moskau ...

Heute ist der zweite September. Noch. Zumindest in dem Land, in dem ich mich gerade herum treibe. Ich sitze im Flughafen Washington DC/Dulles und warte auf meinen Flug nach Boston. Es ist 21 Uhr abends Ortszeit, wie gesagt, am zweiten September. Ich betone das deswegen, weil es genau ein Jahr her ist (die Uhrzeit mal außer Acht gelassen), dass ich am Stuttgarter Flughafen saß und auf ein Flugzeug wartete, das mich in die russische Hauptstadt bringen sollte. Vor ein paar Monaten hatte ich versprochen, dass ich im September in diesem Blog den Reisebericht zu der Exkursion nach Moskau vom letzten Jahr folgen lassen wollte. Dass ich dieses Vorhaben genau an dem Tag angehen würde, an dem ich ein Jahr zuvor zum ersten Mal im Leben russischen Boden berühren sollte (zumindest geographisch betrachtet russischen Boden), konnte ich jedoch nicht wissen, und empfinde es daher als besonderes Glück. Ich habe mir mein Reisetagebuch durchgelesen. Mehrmals. Und ich war jedes Mal aufs neue erstaunt, wie sehr sich die Erinnerung nach nur einem Jahr verzerrt. In Polen habe ich ein wenig über Moskau berichtet und ich fand dann nie warme Worte für diese Stadt. Lese ich jedoch den Bericht, dann komm ich zu dem Schluss, dass mir der Aufenthalt und die Stadt selber doch irgendwie gefallen haben muss. Dieses „In-Vergessenheit-geraten“ kann mehrere Gründe haben:
Allgemein betrachtet, könnte die biologische Speicherfähigkeit des Gehirns ganz schlicht und ergreifend begrenzt sein. Das merke ich jedes Mal, wenn ich mich dabei ertappe, wie ich am Montag verzweifelt versuche zu rekonstruieren, was ich am Wochenende gemacht habe. Und da handelt es sich nur um 24-48 Stunden! Mein Albtraum ist der, dass eines Tages die Polizei an meiner Tür klingelt und mich fragt, was ich am letzten Donnerstag um 13 Uhr Mittags getan hätte. Ich würde gar nicht lange fackeln, meinen Lieben „Lebe Wohl“ sagen, den Polizisten meine Handgelenke entgegen strecken und mich abführen lassen. Ein zweiter Grund kann übertriebener Alkoholgenuss sein. Jeder, der mal das zweifelhafte Vergnügen hatte mit der Hilfe von Freunden (und schlimmer noch: von Fremden) die Puzzleteile der letzten Nacht in der Erinnerung zusammen zu setzen weiß ungefähr, was ich meine.
Dann gibt es noch nicht zu beeinflussende Faktoren: Hitze, Kopfstöße, und im Falle Moskaus: auch Prügelattacken der Miliz. Oder Prügelattacken als Milizionäre verkleideter Russen. Oder Prügelattacken als Milizionäre verkleideter Touristen. Oder eben einfach nur Prügelattacken irgendwelcher Leute. Und in meinem Falle nehme ich an, dass alle Gründe zusammen gekommen sind, und dass daher in meiner Erinnerung der Moskauaufenthalt negativ befleckt ist, während die Realität offensichtlich ganz anders aussah. In diesem Sinne wünsche ich viel Vergnügen beim Lesen. Ich werde versuchen jeden Tag oder … jeden zweiten Tag einen Bericht in einer gewissen Länge hier zu veröffentlichen. Ich werde ihn so übernehmen, wie ich ihn damals geschrieben habe, obwohl ich mich über einige Äußerungen meinerseits selber ziemlich wundern musste und muss. Aber änderte ich diese, änderte ich auch die Erinnerung. Und das möchte ich nicht.

Montag, 13. Juli 2009

Neues und Altes

Hallo!
Lang ist es her, dass ich hier etwas veröffentlicht habe.
Die Gründe sind verschiedene, aber alle gleich langweilig, und somit nicht erwähnenswert.

Es ist ca. 20 Minuten nach 1 Uhr nachts am Dienstag morgen, und ich bin wie gerädert. Gerade haben wir die Kulissen für unser Theaterstück aufgebaut. Eine schwere Arbeit, man oh man.

Ich möchte aber nur kurz erwähnen, dass dieser Blog weiter bestehen bleibt, und ich auch wieder mehr schreiben werde. Beispielsweise über Unterschiede zwischen Deutschland und Polen, die mir hier, in Deutschland auffallen. (Neulich habe ich in einem Berliner Bus nicht weniger als 8 Hinweisschildchen mit Verboten gefunden. - Nicht essen, trinken, rauchen, anlehnen, hinsetzen, Bus fahren usw. - Schildchen dieser Art suchte man in Polen vergebens.)

Aber als besonderen Schmankerl möchte ich im September mein Reisetagebuch aus Moskau vom vorigen Jahr hier veröffentlichen. Es hat mir Freude gemacht, es zu lesen.

In diesem Sinne gute Nacht!
Bis bald.
Adieu.
Ciao.
Bye.

Freitag, 5. Juni 2009

Bilder

Mal sehen, wie das geht. Ich werde mich jetzt an meinen Blog setzen, um Euch ein paar Bilder zu präsentieren. Und ich hoffe, dass es klappt!
Technik, sei gewarnt, jetzt komme ich ... .

Ein absolut adäquates Bild zu Beginn.
(Dieses jedoch wurde mir aus Prag zugeschickt. Die Tschechen wissen eben, was wirklich wichtig ist im Leben. Dank an Aka für dieses herrliche Bild!)









Um ein bißchen chronologisch vorzugehen: Meine Wohnheimsmitbewohner. Auch hier von links nach rechts mit dem Wichtigsten beginnend: Robert (das bin ich), Silvain (Frankreich), Pavel (Tschechien), William (Deutschland). Hier allerdings schon in meinem jetztigen Zimmer zu sehen.







Hier ein fantastisches Beispiel für Wohnheimsenglisch: Türkische Party. Traditioneller Volk Tanz. Leckere türkische Essens. Komische türkische Musiks.
16.12.2008 21:00, 12te Etage. Wenn du eine freundliche Nacht haben möchtest, solltest du 12te Etage sein! Komm nicht zu spät!

Toll. Vom Essen habe ich nichts mehr abbekommen. Ich war zu der Zeit eben 13te Etage.









Hier ein etwas krasser Themenwechsel:
Sonnenaufgang beim Angeln im März.









Mit dazugehörigem Sonnenuntergang. Für total romantisch veranlagte werde ich behaupten, dass beide Photos am selben Tag und am gleichen Ort geschossen wurden - für Realisten weise ich darauf hin, dass die Sonne in beiden Fällen rechts im Bild zu sehen ist, was bedeuten müsste, dass sie ... naja ein physikalisches Wunder vollbracht hat.





Nach Sonnenaufgang und Sonnenuntergang kommt? Nein, nicht die Geliebte ins Bett, sondern die Nacht über die Stadt! (Klingt poetischer, muss aber nicht immer schöner sein.)









Von dem ganzen Naturspektakel geht es in die Stadt zum Rathaus. Polnisch: Ratusz (sprich: Ratusch)- ein Germanismus. Ich finde, da hätten sie gleich bei "Rathaus" bleiben sollen. Noch etwas, dass ich den Polen sagen muss.








Hier der Wachzwerg. Er bewacht den Eingang zur Zwergenwelt. Dieser Zwerg symbolisiert - sicher ganz ungewollt - wie es zur Entstehung vom Klischee: Die Polen klauen; kommen konnte. Er schläft nämlich. Und wenn kleine Polen und Polinnen sehen, dass ein Wächter schläft und in alles andere als ein aktives verbales und physisches Spektakel verfällt, wenn etwas aus der Zwergenwelt entwendet wurde, dann ist zu verstehen, warum die Finger lang werden, wenn sich die Gelegenheit bietet. Gelegenheit macht eben Diebe. Allerdings glaube ich, dass die Sich-Haupt-Bereicherer an der Zwergenwelt in der deutschen Gilde der Hausmeister und Vermieter zu finden ist. Deren Hauptentwendungsgegestand scheinen die Gehirne der Zwerge zu sein. ...

Hier eine weitere Sehenswürdigkeit in Breslau. Mein Finger


zeigt auf ein gemaltes Fenster. Das einzig gefälschte in den Häuserzeilen des Ringes. Kaum zu erkennen.











Die chronologische Reihenfolge dieses Blogs endete mit dem zweiten Bild. Hier eines aus den Anfangszeiten. Eine Erasmusreisegruppe auf dem Slezna, dem vermeintlichen Namengeber Schlesiens. Leider hat der Photograf es versäumt, das wirklich wichtige hervorzuheben: Mein Kopf ist der dritte von links, in der zweiten Reihe von vorn.




Hier ein Bild aus eisig kalten Wintertagen. Informationen rund um die beiden Bilder (Slezna und Winter) gibt es in früheren Blogs nachzulesen.
Welche genau?
Irgendwann zwischen September und kalt.







Hier ein Bild auf das Verwaltungsgebäude der Universität von oben. Leider hatten die Gründerväter es versäumt mir Bescheid zu geben, als sie mit dem Bau begonnen. Ich muss wohl unerreichbar gewesen sein; auf 13te Etage.







Hier nun zwei Bilder aus meiner Wohnung. Zunächst Eimer und andere Behälter, um den Schnee aufzufangen, der im H2O Zustand durch die Decke rann. Es war praktisch, so hatten wir jede Menge Kaffeewasser ohne zu zapfen.








Hier meine Mitbewohner und Kasia. Man sieht deutlich die Freude über meine Anwesenheit in den Gesichtern der Beteiligten, besonders in meinem. Rechts von mir sind Damian und Michal zu sehen, links von mir Magda und Kasia. Hinter der Kamera (allerdings leider nicht zu sehen) Melissa.
Die Lasagne auf dem Tisch war lecker und von Melissa zubereitet. Ein Gedicht!



Ein Bild vom definitiv wichtigsten Tag des Jahres: Meinem Geburtstag. Ich ließ mir Kaffee und Kuchen schmecken. Das Buch war etwas trocken, aber ein Geschenk.










Naja. Die Aufreihung des Textes ist wenig übersichtlich. Bzw. scheiße. Aber im Testblog sieht alles ganz toll aus!

Dienstag, 2. Juni 2009

Von Zahlen oder was man ohne Laptop alles anstellen kann

Hallo!
Wie ihr mittlerweile wisst, bin ich total mittel - weil Laptoplos. Dass ich dennoch die Gelegenheit habe an meinem eigenen Küchentisch zu sitzen und diese Zeilen zu Papier - oder Speicherzellen - bringen kann ist ein äußerst glücklicher Umstand, für den ich sehr dankbar bin. Karl, im vorigen Blog erwähnter Freund von mir, hat mir für die Zeit seines Aufenthalts in Wien seinen Laptop hier gelassen. Und das ist eigentlich auch irgendwie unfassbar.
Aber ich muss aufpassen! Um mich herum sieht es aus wie auf einem Schlachtfeld. Zumindest wie auf einem aus einem Film. So, wie wenn der Nebel kommt, und man nicht weiter als die eigene Hand sehen kann. So, wie wenn auf dem Boden vor einem lauter Unrat liegt, den man kuriosererweise nicht identifizieren kann.
Der Nebel in meinem Fall ist Mehl, und der Unrat ... nun ja, eben undefinierbar. Mehl deswegen, weil ich in den letzten zwei Tagen zum Bäckermeister, ach was lüg ich denn da, Bäckerdiktator aufgestiegen bin. Ich backe nämlich gerade Brot, und heute nachmittag habe ich in Zusammenarbeit mit Karl und dessen Freundin Pierogi gebacken.
"Halt halt halt", höre ich da aus erstaunten Kehlen, "Du bäckst Brot? Ich meine: Du BÄCKST? Hast du denn soviel Zeit?"

Japp, die habe ich. Und zwar einzig und allein deswegen, weil mein Computer flöten gegangen ist.
Es ist unglaublich, wieviel Zeit der PC klaut. Oder irgend ein Medium generell. - Das kann ich ja sagen, weil ich auch keinen Fernseher und kein Radio besitze. (JETZT müsste die GEZ mal kommen, das wäre ein Show! "Sooo, zeigen sie mal Ihren Laptop. Nein, nicht Ihre Schoßspitze, die ist mir egal. ... Wie? Ach so. Na gut, wo haben Sie ihren Fernseher versteckt? ... Haben Sie auch nicht, aha. Und ein Radio? ... Auch nicht? ... . Handy? Wie, nur ein polnisches? Ohje ... . Sagen Sie, kann ich etwas für Sie tun?" Ich glaube, dass die mir am Ende sogar etwas spendieren würden.)
Wo war ich?
Bei den Medien! (Klar -> GEZ!) Nun ja. Mein Punkt ist: Ich werde durch nichts abgelenkt. Keine Spiegel.de Seite, die ich alle 5 Minuten (dumm!!!) nach Katastrophenneuigkeiten durchsuchen muss, kein NBA.com, um über laufende Transfers auf dem neuesten Stand zu sein (die transferieren doch auch ohne mich!) und kein reinhard-mey.de, um zu gucken, wann denn endlich das neue Notenbuch herauskommt. (Das kommt ganz sicher irgendwann!)
Kein Fernseher, der absolut unnötige Nachrichten über noch unnötigere Promis bringt, kein Radio, das ... . Ok, das fehlt. Und Musik fehlt auch. Und die Möglichkeit meinen Freunden eine liebe Mail zu schicken, wenn ich mich danach fühle, auch. Und die einfache Tatsache, dass ich zum Handy greifen muss, um mit Melissa zu telefonieren schützt auch nicht gerade mein Geld.
Also für gewisse Dinge würde ich Abstriche machen.

Aber es bleibt dabei: Ich habe mehr vom Tag. Ich habe Stadtteile gesehen, von denen ich dachte, dass es sie nur in Utonelop gäbe (Utonelop ist mein Idealland für Polen. Polen - Nelop. + Uto für Utopie -> Ich denke, dass das klar ist. Es sollte auch bald ein Blog darüber folgen.) Und vor allem kann ich mein Augenmerk auch wieder auf die Dinge richten, die Polen eben doch irgendwie unterscheiden von ... von ... ich will nicht von einem "normal-zivilisierten Land" sagen, dass wäre ungerecht, aber ... es geht in diese Richtung.

Ich habe in dieser Woche beispielsweise (Achtung, wir nähren uns dem ersten Titel) Bekanntschaft der unfreiwilligen Art mit abstrus langen Zahlenfolgen gemacht. Meine Abneigung gegenüber Zahlen sei zunächst als gegeben vorausgesetzt.
Die erste Bekanntschaft war die Kontonummer meiner Vermieterin. Selbst wenn ich diese hier veröffentlichen wollte, könnte ich es nicht. Sie ist ganz schlicht und einfach zu lang. 26 unfassbare Stellen! Bevor ich aber weiter darauf eingehe, folgen die anderen beiden Begegnungen.
Bekanntschaft Nummer zwei schloss ich im Supermarkt. Ein jeder kennt sie, und sie scheinen deswegen relativ unspektakulär: Die Barcodes. Allerdings würde ich sie hier nicht erwähnen, hätten sie nicht ihren Einfluss auf mich gehabt.
Die dritte und letzte Liebschaft habe ich mit den Zahlencodes geschlossen, die man ins Handy eintippen muss, um sein Konto freizuschalten.

Mit diesen möchte ich auch beginnen. Wenn man, so wie ich, ein Handy hat, dass mit Geldkarten aufgeladen werden muss, dann muss man sich zunächst die Frage nach dem WO stellen. Wo um Himmels willen finde ich einen Laden, der mir die für meinen Anbieter passende Karte verkaufen kann. Diese Läden sind nämlich eher winzig und versteckt. Hat man einen gefunden, kann man zwischen 5, 10, 25 und 50 Zloty entscheiden. Je nachdem, wie viel man telefoniert. Das finde ich toll. Was ich nicht toll finde, ist die Art und Weise, wie man das Handy auflädt. Man muss seinen Anfangscode kennen (von der netten Verkäuferin zugebläkt bekommen: Stern, 123, Stern! Verpiss dich! - Kunde König? Das gibt es nur in Utonelop) und dann den Code eintippen. Dieser aber hat nicht weniger als 14 Stellen!, was heißt, dass man sich theoretisch 14 mal auf dem Weg zur letzten Ziffer vertippen könnte.
Insgesamt habe ich aber nur 10 Minuten in der Sonne mit tippen, schwitzen und fluchen zugebracht. Echt, es muss doch irgendwie einfacher gehen.

Die Barcodes hingegen fordern nicht nur die Geduld eines Einzelnen, sondern die einer ganzen Supermarktschlange, im schlimmsten Fall auch zusätzlich die der anderen Kassierer und der Geschäftsleitung heraus. Ich hatte mich für eine Schachtel Nektarinen entschieden. Ich hatte unter 20 auch eine ohne verschimmelte Exemplare entdeckt. Das dumme nur war, dass ich Depperle nicht geprüft hatte, ob denn der Barcode auch lesbar war. Und das heißt nicht nur für die Maschine lesbar, nein, auch für die Kassiererin. Denn gewohnheitsgemäß wird jeder zweite Artikel hier per Hand eingetippt. Ich nehme an, dass sie das tun, um ihre Tippfähigkeit für die Handycodes zu üben (und ich Idiot habe 10 Minuten gebraucht!).
Meine Nektarinenschachtel war aber leider unlesbar. Für Mensch und Maschine. Seien wir uns bewusst: Auch so ein Barcode hat seine 13 Stellen. Nachdem Masia - so der Name der guten Frau - mehrmals mit immer verzerrterem Gesicht versucht hatte die richtige Reihenfolge zu finden, rief sie schliesslich ihre Kollegin - Basia - zu Hilfe. Auch Basia prüfte eigenhändig die richtige, bzw. falsche Folge der Ziffern. Währenddessen machte ich mich mit den Wartenden hinter mir bekannt.
Basia hatte leider auch kein Heilmittel, und sie sahen mich beide mit diesem: Musst-du-das-wirklich-kaufen? Blick an.
Ich musste natürlich nicht, aber ich wollte ja sehen, wie es weiterging. Also bejahte ich freundlich lächelnd.
Basia und Masia berieten und holten Asia, die beinahe den Leiter angerufen hätte, wäre nicht Kasia ihr in den Arm gefallen.
Zwei der Wartenden hinter mir kamen aus Australien!
Kasia hatte eine Idee: Sie würde eine zweite Nektarinenschachtel holen. Basia jedoch meinte leise flüsternd, dass es doch fast nur verschimmelte gäbe, und dass diese vielleicht die Kundschaft vergraulten. Masia trank Tee und bewunderte die immer länger werdende Schlange an ihrer Kasse.
Ich angelte behände ein paar Schokoriegel von der Kasse und verteilte sie großzügig an meine Kollegen hinter mir.
Nachdem sich in den munteren Plausch auch zwei Sicherheitsmänner, eine alte Dame ohne weitere Relevanz sowie der stellvertretende Leiter des Supermarktes eingeschaltet hatten, beschloss ich dem ganzen Spuk ein Ende zu bereiten. Ich verabschiedete mich höflich von den Australiern hinter mir und ging ohne Einkäufe hinaus.
Manchmal ist mir das eben einfach alles zu blöd.

Aber die Kontonummer ist der Gipfel! 26 STELLEN! 26!!!
Betrachten wir das Problem mal genauer: Polen hat sagen wir 40.000.000 Einwohner. Nehmen wir fairnesshalber an, dass jeder Pole ein Konto haben darf. Das wären 40 Millionen Konten. Weiter hieße dass, dass wir 40 Millionen verschiedene Kontonummern bräuchten.
Es gibt indes zehn Ziffern. 0,1,2,3,4...naja die üblichen eben. 0 bis 9. Zehn Ziffern, 40 Millionen benötigte unterschiedliche Kontonummern. Ist ja klar. Lech Kaczyinski möchte sicher nicht die selbe Kontonummer wie Jacek Kowalski. (pln. Klaus Müller). Zurück zur Kontonummer. 26 verschiedene Stellen, bei 10 möglichen Ziffern, das ergibt nach meiner Rechnung (und hier MUSS ich berichtigt werden, falls ich falsch liege) schlappe 3670344486987776 mögliche Konten. Einfacher: 3.670.344.486.987.776.
Nicht nur dass diese Zahl unfassbar ist. Nein, sie übersteigt auch um mehr als ein 6 Millionenfaches die derzeitige Zahl der Erdenbewohner.
Das lässt nur einen Schluss zu:
Die Polen wollen die Welt erobern!

Gut, jetzt ist das wieder so viel geworden, ach das tut mir so leid, weil es es ja doch keiner ganz zu Ende liest. Aber ich gelobe Besserung, und werde auch ein paar Bilder einfügen. Spätestens am Wochenende. Und über Utonelop muss ich auch noch schreiben.
Außerdem bin ich auf eine Tasse Kaffee nach Australien eingeladen worden. Vielleicht mach ich das. Ich habe ja jetzt Zeit.

Freitag, 22. Mai 2009

Don't Panic

Hallo!
Das Ende kommt naeher. Also das, des Aufenthalts. Und seltsamerweise endet es da, wo es begonnen hat - in einem Internetcafe. Nachdem ich mit Patrik, Konni, Karl (ein Freund meinerseits hier) und Steffen einen super Abend in Breslau verbracht habe, sind wir in einen Bus gestiegen, um eine Stunde und ein paar Minuten spaeter in Zabkowice in Niederschlesien wieder auszusteigen. Dort ging es uns dann 2-3 Tage im Hause Patriks Eltern sehr gut, meinem Laptop hingegen weniger. Ich wollte in diesem Blog endlich mal Bilder zeigen, allerdings kann ich Kollegen Laptop nicht mehr einschalten.
Ausserdem muss ich ein Referat (mit Materialien auf meinem PC) vorbereiten, fuer eine Klausur lernen, die ersten Sachen zusammen packen, nochmal nach Berlin zu Melissa fahren, fuer einen Sprachtest lernen, aufpassen, dass ich genuegend Wasser im Haus habe usw.
Wie ich heute auf der Rueckfahrt nach Breslau im Bus sass, mir das alles durch den Kopf gehen liess und langsam selbigen zu verlieren drohte, hielt auf der Spur neben uns ein weisser Transporter, auf dessen Ruecktuer in den dortigen Schmutz mit einem Finger "Don't panic" geschrieben war. Keine Panik. Ganz ruhig. Mit viel Geduld und Spucke, faengt man eine Mucke.
Genau! So und nicht anders werde ich die naechsten Tage angehen. Heute habe ich schon meine Uhr zum Uhrenmacher gebracht (60 zloty!!! WAAAS???) und gleich werde ich mich zu einem Fachmann fuer Computer begeben. Also immer schoen der Reihe nach.

Und noch ist das Jahr nicht um! Noch gibt es viel zu tun. Ich muss zum Beispiel dem Bahnhofspersonal sagen, dass man die Ansagen allein akkustisch nicht verstehen kann, wenn ein Zug mit LAUT quietschenden Bremsen haelt. Ich muss den Doenerbuden sagen, dass das Fleisch auf den Abbildungen wie das der Tauben um sie herum aussieht. Ich muss der Stadtverwaltung sagen, dass es nicht gut fuer das Stadtbild ist, wenn an einer Haltestelle fuer 4 verschiedene Strassenbahnlinien 2 Mal in Folge die gleiche Linie faehrt, die anderen aber auf sich warten lassen.
Also wie ihr sehen koennt, ist noch laengst nicht alles gemacht.
In diesem Sinne,

bin ich mal weg.

Samstag, 25. April 2009

Wie nennt man nun korrekterweise weibliche Friseure???

Halli hallo!

Während meines Auslandsaufenthaltes (Ich meine jetzt von Polen aus betrachtet; sprich in Deutschland) habe ich mit Freude feststellen dürfen, dass ein paar Leute doch meinen Blog lesen.
Weswegen ich diese höchst lobenswerten Gesellen nicht länger warten lassen möchte, obwohl ich eigentlich muss. Denn ich habe bislang versucht, noch ein paar Beispiele für das Kommende zu finden, wurde aber bisher enttäuscht.
Wie dem auch sei, es geht mir heute um weitere eher unfassbare Dinge, die aber in einer anderen Hinsicht unfassbar sind, als beklebtes Brot oder lebende Eier (sh. früherer Blog - weiß nicht genau welcher).
Ich war in Berlin beim Friseur, und das an sich ist schon ein wenig unfassbar, da ich das hier günstiger hätte haben können. Aber ich hatte einen guten Grund (150. Geburtstag der Großeltern).

Wäre ich aber nicht dort beim Friseur gewesen, hätte ich dieses unglaublich erheiternde Schild nicht gesehen. Wie ich so auf dem Stuhl saß, mir genüsslich Kaffee über die Hosen kippte (seit wann bieten Friseure Kaffee an? Ich meine das ist doch echt unpraktisch - wie will er/sie schneiden, wenn der Kunde ständig den Kopf in den Nacken legt, um zu trinken? Wobei das wieder auch diesen umgekehrten Irokesenschnitt erklären könnte, bei dem in der Mitte des Kopfes eine Bahn Haare wegrasiert wird) - mir also genüsslich Kaffee über die Hosen kippte und meine schon zur Tradition gewordenen Grimassen im Spiegel zog - das zieht immer bei den Friseuren/eninnen/in/euse/eusinnen - boah, wie denn nun? - da erblickte ich dieses Plakat an der Wand, neben dem Spiegel. Ich hätte es schon eher sehen müssen, denn es war ca. 2 mal 3 Meter groß. Es war ein Werbeplakat von ... ich meine L'Oreal - und damit ist kein Fangesang auf Real Madrid gemeint - und hatte am unteren linken Ende diese schönen Anweisungen für den Friseur, bzw. das weibliche Pendant.

Dort stand als Überschrift: Worauf Sie achten müssen, wenn ein Mann ihr Kunde ist.

Aha, dachte ich, is ja interessant.

Dann kamen die Hinweise; ich glaube es waren 8 oder 9 an der Zahl. Der erste war gleich der Beste (haben diese Plakatmacher nie etwas von "Spannungsaufbau" gehört? Das Beste zum Schluss, nicht am Anfang!!!) aber auch der Zweite war nicht von schlechten Eltern. Und da ich schon einmal etwas von Spannungsaufbau gehört habe, beginne ich mit dem Zweiten.

"Männer sind unsicher. Sie brauchen Vorschläge! Geben Sie ihnen konkrete Hinweise und/oder Beispiele!"
JA! Genau!

Ich sitze jedes Mal da in diesem klinisch sterilen Stuhl (naja, sooo steril natürlich nicht, aber genauso beängstigend wie ein Zahnarztstuhl) und bete im Stillen, dass ich keine Fragen gestellt bekomme, die ich nicht beantworten kann, weil ich sie ganz einfach nicht verstehe. Viel lieber sind mir Fragen, die man stellt, und in denen die Antwort schon versteckt ist, allerdings so schlecht versteckt, dass ich sie nicht lange suchen muss.
Es gibt sogar einen Fachbegriff für diese Art der Fragen. Das klingt dann ungefähr so: "Soll ich vielleicht erstmal einen Zentimeter wegnehmen, und danach eventuell mehr?" - Welcher Mann würde jetzt bitte: "Ach wissen Sie, machen sie gleich einen gelockten Rittberger vorne, und hinten nehme ich das Streuselmuster mit Igelübergang in den Nackenbereich." Also ehrlich. Da ist "Ja" die näherliegende Antwort.

Konkrete Hinweise aber sind die besten. Ein selbstsicheres Auftreten und dann ein herrscherisches: "Wissen Sie, sie sehen so scheiße aus, da verpasse ich Ihnen am besten einen trükis-pinken Irokesen, das lenkt von ihrem Gesicht ab."

Na bitte, das wäre erstens pure Ehrlichkeit, zweitens ernstgemeinte Hilfe und drittens ein konkreter Hinweis, den sich kein verunsicherter Mann entgehen lassen würde.



Aber bla bla bla, kommen wir zum ersten Punkt:

"Männer wissen, was sie wollen. Fragen Sie sie nach ihrem Haartyp"

Meine erste Antwort auf die Frage nach meinem Haartyp wäre: "Braun."

Nach etwas Überlegen: "Kann auch hellbraun sein."

Würde mich der Friseur und das weibliche Pendant verdutzt angucken, könnte ich mich auch zu einem gewagten: "Im Winter generell dunkler, im Sommer ausgebleicht" hinreißen lassen.

Wenn auch das auf kein entsprechendes Echo gestoßen wäre, kämen mir noch "eigentlich hab ich immer einen kurzen Schnitt", "nach dem Aufstehen steht mein Wirbel ab" und "ich hab die Ohren lieber frei" in den Sinn.

"Fragen Sie sie nach ihrem Haartyp." Wenn mich je ein Friseur und dessen weibliches Pendant nach meinem Haartyp fragt, dann werde ich ihn so lange malträtieren, bis er oder sie den Beruf wechselt. "Fragen Sie sie nach ihrem Haartyp" ... unfassbar.

Aber das lenkt von der anderen Unfassbarkeit ab: "Männer wissen, was sie wollen." Das steht da allen Ernstes. Ich weiß was ich will, wenn es ums Essen oder Sport geht. Aber beim Haare schneiden?
Ok, "Freie Ohren und wieder etwas sehen. Und seit einiger Zeit auch: Ausdünnen. (Das hat aber so einen diskriminierenden Beigeschmack. Als ob ich dicke und dünne Haare hätte und die Dicken einfach raus müssten.)" Das ist das, was ich will. Aber das kann unmöglich mit "Sie wissen was sie wollen" gemeint sein.

Und noch eine Sache ist eigentlich unbegreiflich. Punkt eins ist also: "Männer wissen, was sie wollen." Punkt zwei: "Männer sind unsicher." Ja was denn nun? Wenn man sich diese beiden Punkte ansieht, dann muss man zu dem Schluss kommen, dass Männer eigentlich gar keinen Plan haben , wenn sie zum Friseur gehen. Und das wiederum würde erklären, warum bei diesem speziellen Friseur nur Friseusinnen gearbeitet haben, der Besitzer schwul war, und ich mich noch nie bei einem Friseur so wohl gefühlt habe. Ganz ehrlich.


Eigentlich sollte ich hier Schluss machen, denn der Schluss ist gemacht und schließlich ist das Thema abgeschlossen. Aber ich habe am Anfang erwähnt, dass ich ursprünglich noch weitere Beispiele für ... ja für was denn sammeln wollte?!

Für Dinge wie widersinnige Plakate beim Friseur. Dinge, die einfach so DUMM sind, dass sie die Nation ernsthaft gefährden. Das fängt damit an, dass auf kleinen Plastiksalatschachteln steht "Hier öffnen". Oder noch besser: "Bitte hier öffnen." Ach ne! Echt? Ich hätte allen Ernstes versucht, die Schachtel mit einem Feuerzeug zu schmelzen, um ans Innere zu kommen. Und was in drei Teufels Namen soll dieses BITTE ??? Hat sich je irgendein Arsch dafür bedankt, dass ich immer an der Lasche ziehe, um es zu öffnen? Bislang ist noch nichts auf meinem Konto eingegangen und ich habe auch noch keine Blumen bekommen.

Weiter: "Bei Schnee Glättegefahr" ... Was sagt man dazu? Vielleicht: Bei Wasser Nässegefahr. Bei Müdigkeit Schlafgefahr. Bei Dummheit Verblödungsgefahr.
Aber ich fühle mich ja auch viel besser, jetzt, da ich weiß, dass es bei Schnee glatt werden KANN.

Bei den Automaten der BD (Name geändert) kommt am Ende die Aufforderung: Zahlen Sie jetzt mit einem der angegebenen Zahlungsmittel. (EC-Karte, manchmal bar).
Schade, denn ehrlich gesagt wollte ich lieber nächste Woche zahlen und zweitens hatte ich vor mit Muscheln einen Tauschhandel einzugehen.

Der absolute Sptizenreiter aber ist ein jeder Briefmarkenautomat der peutschen Dost (ebenfalls Name geändert. Ach scheiß drauf, das oben ist die Deutsche Bahn und jetzt geht es um die deutsche Post). Nachdem man sich durch ein verwirrendes Menü mit blinkenden Anzeigen in allen mögliche und unmöglichen Sprachen gedrückt hat, und für den Kauf einer Briefmarke mehrere Stunden stehend zugebracht hat, kommt die Frage: Wollen Sie das Restgeld in Briefmarken ausgezahlt bekommen - Ja - Nein?

Hm. Generell: Nein. Generell, hätte ich lieber NICHTS bezahlt und meine Briefmarken einfach so bekommen sowie eine nette mehrstellige Überweisung der Post.
Also drücke ich "Nein", womit aber dummerweise der gesamte Kaufvorgang abgebrochen wird. Warum fragen, wenn die Antwort eh klar ist?
Denkt dran: Immer JA drücken und die Briefmarken im Wert von einem Cent so lange sammeln, bis sie 50 Cent wert sind, und zusammen auf einen Brief geklebt werden können.

Gut, dieser Schluss ist ein wenig lahmer als der andere, aber ich musste das einfach los werden. Jetzt gehts mir schon besser.

Ich geh Haare waschen, mit türkis-pinkem Haarfärbemittel von Leck-Mich-Am-... .

Dienstag, 7. April 2009

Frohe Ostern!

Ich glaube jeder Tag steht morgens auf und fragt sich als erstes: "Sooo, mal sehen. Wen kann ich denn heute verarschen? Aha, jaaa, da ist ja dieser Robert oder so, in Breslau. Den knüpf ich mir heute mal vor ... . Hehehe, das wird ein Spaß."

Anders kann ich mir den gestrigen Tag nicht erklären.
Bis zum Mittagessen lief noch alles normal. Das heißt ein bißchen zu spät aufstehen, grummeln, zu schnell essen; das übliche eben.
Aber als ich so an dem Cafétisch auf dem Marktplatz saß und mich umsah, da fühlte ich mich plötzlich ziemlich "cool". Und ich dachte, dass ich dieses Gefühl noch vertiefen sollte. Ich wollte "cool" leben. Mein Leben von Grund auf umkrempeln und ein bißchen auf "Matscho" (oder Macho?) machen. Ein bißchen lässig dreinschauen. Coole und schlagfertige Antworten geben. Ein bißchen mehr "männlich" sein.
So weit der Plan. In Gedanken ging ich alles durch: Sonnebrille kaufen, am besten eine verspiegelte. Tolle neue Turnschuhe. Ein legeres Hemd vielleicht und überhaupt ein entsprechendes Äußeres zulegen.
Die erste Aktion, die ich nach dieser Erleuchtung aufs Parkett legte war aber beileibe nicht so "cool". Ich habe der Kellnerin, die mir die Rechnung auf einem kleinen Porzellanteller brachte selbigen vor die Füße fallen lassen und im Hinunterbeugen ihr den Rest meines Kaffees über die Schürze gekippt. Das Wechselgeld, das sie mir auf den Tisch legte habe ich mit zittrigen Händen mehrfach fallen lassen und beim Aufstehen und Gehen wollte ich gleichzeitig Jacke anziehen und Rucksack aufnehmen, was zur Folge hatte, dass ich den Stuhl umschmiß und die zweite Kellnerin sich nur mit einem sehr beherzten Sprung zur Seite retten konnte.

Sehr "cool".

Danach bin ich in ein Café nebenan gegangen und habe einen Kaffee bestellt. Vom Plan "cool" zu sein war ich noch nicht abgekommen! Im Gegenteil. (Ich musste mich nur eine kleine Weile verstecken.) Wie ich also im zweiten Café saß nahm ich meine Jacke zur Hand, Nadel und Faden, dass ich von zu Hause mitgebracht hatte und begann einen Knopf anzunähen. Ich nähte und trank Kaffee und irgendwann kam mir der Gedanke, dass das vielleicht nicht sooo eine coole Aktion ist, seinen Knopf anzunähen. Also habe ich mir ein Bier zur Tarnung bestellt, das ich auch gleich nachdem ich es bekommen hatte mit einer unachtsamen Handbewegung vom Tisch warf.

"Cool" sein stellte sich als ziemlich schwer durchführbar heraus.

Auf dem Weg zur Uni steckte ich mir einen Kaugummi zwischen die Zähne. Coole Leute kauen immer Kaugummi. Als ich ihn aber in einer lockeren Bewegung mit Daumen und Zeigefinger nur im Vorbeilaufen in einen Papierkorb befördern wollte, blieb der Kaugummi an meiner Hand kleben und nachdem ich versucht hatte ihn mit Schütteln loszuwerden, landete er auf dem Schuh einer vorbei laufenden Passantin.

Es konnte eigentlich nur besser werden.

Eigentlich. Im Unterricht saß vor mir eine junge Dame mit sehr langen Haaren. Diese hingen auch auf meinen Platz, was mich ziemlich ablenkte. Der Unterricht war aber auch nicht so besonders. Nun ja, ich schaute also geschlagene 85 Minuten auf die Haare vor mir auf meinem Platz (Kastanienbraun behaupte ich), was hätte bedeuten müssen, dass ich wissen sollte, dass dort Haare waren! Aber im Zusammenpacken muss mir diese Nebensächlichkeit entgangen sein, denn ich verwickelte sie in den Reißverschluss meines Rucksacks ohne es zu merken. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ihr weh tat.

Nun ja, das Ende vom Lied ist, dass ich weder Sonnenbrille noch Hemd oder Turnschuhe gefunden habe. Dafür aber hatte ich einen schönen Abend mit zwei Freunden in einer Bar, und ich glaube, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt schon gebessert hatte. Denn ich verschüttete nichts und tat auch keinem weh.

Frohe Ostern.