Ich denke, es braucht jetzt vorerst keine weiteren Worte.
An die Angehörigen der Opfer des Amoklaufs
Ich liege auf einer endlosen Wiese.
Sie geht weit über den Horizont hinaus.
Das Licht scheint in alle Richtungen.
Ich schaue im Kreis über die Wiese.
Mir geht es gut, ich ruhe jetzt über alle Zeiten hinaus.
Das Licht scheint in alle Richtungen.
Ich kenne sie noch nicht, diese Wiese,
ich weiß auch nicht: Was ist darüber hinaus?
Und dann kommen Figuren aus allen Richtungen.
Sie sehen so ruhig aus. Sie gleiten fast über die Wiese.
Dann legen sie sich hin. Wie ich. Meine Gedanken können nicht über die Wiese hinaus;
und gleiten gleichzeitig in alle Richtungen.
Ich weiß nicht warum, doch ich, ich muss es nicht wissen.
Ich denke an die, die nicht mit mir hier sind.
Mir geht es gut, ich ruhe mich aus.
Die Figuren und ich, wir weinen nicht auf der Wiese.
Das ginge über unsere Gefühle hinaus.
Die anderen, die nicht mit uns hier sind, weinen. Wir sehen sie in allen Richtungen.
Wir wissen nicht warum. Doch wir, wir müssen es nicht mehr wissen.
Wir denken an die, die nicht mit uns hier sind.
Uns geht es gut, wir ruhen uns aus.
Und schicken einen Lichtstrahl von der Wiese über
diese
hinaus.
In alle Richtungen.
Freitag, 13. März 2009
Mittwoch, 4. März 2009
Die Perspektive, die Perspektive!
Das englische Wort für "Geschichte" lautet "History". Dieses wiederum lässt sich in folgende Komponente zerlegen: "His" und "Story". Das abermals übersetzt heißt "Seine Geschichte". Geschichte ist also immer subjektiv. Viele Fakten, die vielen bekannt sind, können unterschiedlich interpretiert und analysiert werden. Ein Beispiel:
In meiner ersten Geschichtsstunde in den USA hat uns unser Lehrer eine Liste mit "Fakten" gegeben: In einer Wohnung eines Toten wurden ein Flugticket, ein Brief an eine Frau, Geld in einer anderen Währung und eine Schachtel Zigaretten gefunden. Hausaufgabe: Schreibt eine Geschichte.
Und das haben wir gemacht und wir haben bei zehn Schülern zehn verschiedene Geschichten heraus bekommen. Die Fakten, die jeder hatte, waren alle genau die selben.
Worauf will ich hinaus? Auch wenn es den Eindruck erweckt, dass ich belehren möchte, ist etwas anderes der Fall. Ich möchte auf ein kleines Erlebnis hinweisen.
Neulich, als es hier so sehr schneite und alles dem Winter kapitulierte, habe ich einen Spaziergang entlang der Oder gemacht. Und irgendwann kam mir in den Sinn, dass, obwohl die "Fakten" sich nicht veränderten - Schneefall, Stille, Dämmerung etc. - sich doch eben diese Gegebenheiten unterschiedlich auf zwei Personen auswirken können. Zum Beispiel auf erstens einen Romantiker/Optimisten und zweitens auf einen Pessimisten. Wie genau würden deren Gedankengänge aussehen?
Hier ein Versuch. Zuerst ein Spaziergang aus der Sicht eines Romantikers, danach aus der eines Pessimisten. Selbstverständlich sollte in einem entsprechenden Tonfall gelesen werden. Das heißt im ersten Fall etwas ruhig, fast melancholisch - aber nur fast - mit einer leicht schwingenden Stimme und einem Tonfall im Dur Bereich. Mit sanften Übergängen zwischen den Sätzen. Genaus so, wie der letzte Satz in diesem Video:
http://www.youtube.com/watch?v=l4X_JsEwjHA
Im zweiten Fall jedoch muss die Stimme hart und abgestockt, in tiefem Bass oder besser Moll, mit einem eisigen Klang erklingen.
Ein Spaziergang entlang der Oder in der Abenddämmerung und bei Schneefall aus der Sicht eines Romantikers
Langsam und beinahe lautlos, entsprechend der Atmosphäre an diesem stillen Winterabend, senkt sich der Schnee und setzt sich in den Augenlidern fest, um dort, ein paar Augenblicke verweilend, dem geduldigem Wirt das Aussehen eines glücklich mit der Umgebung verschmolzenen Erdbewohners zu verleihen. Bei jedem Schritt knirscht der Schnee leise unter dem sich dem wandernden Fuß geschmeidig anpassendem Winterstiefel, auf dessen Spitze sich ein kleiner Turm aus reinem Schnee aufbaut, und der, dem gemächlichen und rhythmischen Schritt des dazugehörigen Körpers gleichkommend, innerlich aufgeräumt und leicht daher wippt. Die Spuren im frischen Schnee überdauern nur wenige Momente, und sobald der Wanderer im ruhigen Schneetreiben verschwunden ist, sind alle Anzeichen menschlicher Anwesenheit der Umwelt zurückgegeben. Fast scheint es, als verschmelze die schöpfende Kraft der Natur mit dem, was sie unter Bündelung all ihrer Wunder hervorgebracht hat.
Dem mit sich und der Welt im Reinen Bewegenden eröffnet sich unerwartet ein atemberaubender Anblick: Am Horizont, dem Punkt im Leben, der für viele Fixpunkt und Hoffnungsschimmer gleichzeitig verkörpert, lugt die Abendsonne in friedvollem Orange für den Hauch eines Herzschlages aus der ansonsten in beruhigendem Grau gehaltenen Wolkendecke hervor; fast so, als wolle sie ein letztes Mal dem scheidenden Tag in Augenschein nehmen, um sich schließlich mit einem letzten Blinzeln, in Form einer kurzlebigen Reflexion im kristallklaren Reif der unter einer schützenden Eisdecke schlafenden Oder zu verabschieden. Dann weicht der Schneefall einer klaren, kalten Luft, die leise wispernd das Schlafgemach Frau Holles vor sich her schiebt, und den Blick auf einen Sternen versehenden und herrlich funkelnden Himmel freigibt, während sie den Kopf von jeglichen Sorgen und Alltagsschwierigkeiten befreit.
An diesen Teil der Stadt gelangen die Geräusche der nahen, doch gleichzeitig so weit entfernt gelegenen Zivilisation nur als ein märchenhaftes Flüstern, und die Stille um einen herum erinnert daran, dass wir in unserem Leben hin und wieder einen Augenblick der Einsamkeit und Selbstfindung benötigen, ehe wir mit neuem Mut an die vor uns stehenden Aufgaben gehen können. Die Schnee behangenden Bäume am Ufer des Flusses gleichen kraftvollen und ruhigen Wächtern der Nacht, die stramm und unter einen wärmenden Decke versteckt den einsamen Wanderer beschützen, der sich immer weiter in ein für Menschen unbekanntes Terrain begibt. Eine Eule gleitet aus der Dunkelheit lautlos vorüber, und der Herrscher der Dunkelheit begrüßt so auf seine Art den willkommenen, weil nach Ruhe suchenden Gast.
Mit jedem Schritt, mit dem er sich der mittlerweile als nur ein rauschendes Auf und Ab zu vernehmenden Stadt entfernt, wächst die Gewissheit, endlich im vollständigen Einklang mit der Natur zu sein, hier Kraft zu schöpfen, um dann mit neuem Enthusiasmus zurück zu kehren.

Ach herrje, da tropft ja der Schleim der Romantik aus allen Poren. Mal sehen, was ein Pessimist dazu sagen würde:
Ein Spaziergang entlang der Oder in der Abenddämmerung und bei Schneefall aus der Sicht eines Pessimisten
Der eisige Wintersturm wirbelt unbarmherzig immer neue, eisig kalte Flocken in das Gesicht, und der krachend kalte Wind fährt unnachgebend durch Mark und Bein. Er verleiht dem irrenden Wanderer den Anblick eines Absurdum, das unmöglich in diese Lebens verachtende Umgebung passt. Der rutschige Schneematsch gibt unter jedem Schritt nach, was einen sicheren Tritt unmöglich macht und die mittlerweile völlig durchnässten Stiefel zeigen keinerlei Erbarmen mit der geschundenen Haut der Füße. Auf der Schuhspitze stapeln sich eiligst die Schneeflocken, die im eiligen Schritt rasch zu Eis gefrieren, und so jede wärmende Eigenschaft des zermürbten Leders zunichte machen. Die Spuren im Schnee überdauern nur für den Hauch einer Sekunde, und kurz nachdem der rastlose vorüber geeilt ist, hat die gnadenlose Natur jegliche Ahnung menschlichen Seins überwältigt. Es ist unfehlbar zu erkennen, dass die Natur kein Erbarmen mit dem Eindringling hat, den sie zwar hervorgebracht hat, der sich jedoch immer weiter von ihr fort entwickelte, und so zum unerbittlichen Gegner wurde.
Plötzlich reißt die Wolkendecke auf, und die Sonne lugt höhnisch für einen kurzen Moment aus dem undurchdringlichen Grau aus Schnee, Eis - und folgerichtig dem Tod - hervor, um einen letzten mahnenden Schrei heraufzubeschwören, umzukehren, und schleunigst in vertraute Umgebung zurück zu kehren. Doch die Natur weiß, was sie tut, und die Hypnose ist unüberwindbar. Vorwärts, immer weiter vorwärts … , ins Verderben.
Das Eis auf dem Fluss beginnt zu krachen, und innerlich spürt man, dass es mittlerweile zu schwach ist, um als rettende Bahn in die Zivilisation dienen zu können. Dann bricht der Schneefall abrupt ab, und ein noch eisigerer Wind, nun nicht mehr von dichten Flocken gebremst, macht jeden klaren Gedanken unmöglich. Wie in Trance, stapft man voran. Die Geräusche der Stadt verschwinden, die Stille greift um sich, und nimmt Besitz von der verängstigten, einsamen Seele. Die Bäume am Ufer ragen bedrohlich auf, und schütten eine Ladung kalten Schnees in den Kragen, sobald es jemand wagt, ihre Ruhe zu stören. Urplötzlich schießt eine Eule, wie aus dem Nichts, am Wanderer vorbei, und dieser wahre Herrscher der Finsternis erinnert mit einem lang gezogenen, und klagenden Schrei daran, dass man hier nicht willkommen ist, und geradewegs in die Katastrophe wankt. Keine Menschenseele ist in der Nähe, um einen aufzufangen, und es heißt nur vorwärts, immer weiter vorwärts … .

Naaa, also wenn ihr mich fragt, gefällt mir das Erstere besser. Aber alles eine Frage des Blickwinkels, stimmts?
In meiner ersten Geschichtsstunde in den USA hat uns unser Lehrer eine Liste mit "Fakten" gegeben: In einer Wohnung eines Toten wurden ein Flugticket, ein Brief an eine Frau, Geld in einer anderen Währung und eine Schachtel Zigaretten gefunden. Hausaufgabe: Schreibt eine Geschichte.
Und das haben wir gemacht und wir haben bei zehn Schülern zehn verschiedene Geschichten heraus bekommen. Die Fakten, die jeder hatte, waren alle genau die selben.
Worauf will ich hinaus? Auch wenn es den Eindruck erweckt, dass ich belehren möchte, ist etwas anderes der Fall. Ich möchte auf ein kleines Erlebnis hinweisen.
Neulich, als es hier so sehr schneite und alles dem Winter kapitulierte, habe ich einen Spaziergang entlang der Oder gemacht. Und irgendwann kam mir in den Sinn, dass, obwohl die "Fakten" sich nicht veränderten - Schneefall, Stille, Dämmerung etc. - sich doch eben diese Gegebenheiten unterschiedlich auf zwei Personen auswirken können. Zum Beispiel auf erstens einen Romantiker/Optimisten und zweitens auf einen Pessimisten. Wie genau würden deren Gedankengänge aussehen?
Hier ein Versuch. Zuerst ein Spaziergang aus der Sicht eines Romantikers, danach aus der eines Pessimisten. Selbstverständlich sollte in einem entsprechenden Tonfall gelesen werden. Das heißt im ersten Fall etwas ruhig, fast melancholisch - aber nur fast - mit einer leicht schwingenden Stimme und einem Tonfall im Dur Bereich. Mit sanften Übergängen zwischen den Sätzen. Genaus so, wie der letzte Satz in diesem Video:
http://www.youtube.com/watch?v=l4X_JsEwjHA
Im zweiten Fall jedoch muss die Stimme hart und abgestockt, in tiefem Bass oder besser Moll, mit einem eisigen Klang erklingen.
Ein Spaziergang entlang der Oder in der Abenddämmerung und bei Schneefall aus der Sicht eines Romantikers
Langsam und beinahe lautlos, entsprechend der Atmosphäre an diesem stillen Winterabend, senkt sich der Schnee und setzt sich in den Augenlidern fest, um dort, ein paar Augenblicke verweilend, dem geduldigem Wirt das Aussehen eines glücklich mit der Umgebung verschmolzenen Erdbewohners zu verleihen. Bei jedem Schritt knirscht der Schnee leise unter dem sich dem wandernden Fuß geschmeidig anpassendem Winterstiefel, auf dessen Spitze sich ein kleiner Turm aus reinem Schnee aufbaut, und der, dem gemächlichen und rhythmischen Schritt des dazugehörigen Körpers gleichkommend, innerlich aufgeräumt und leicht daher wippt. Die Spuren im frischen Schnee überdauern nur wenige Momente, und sobald der Wanderer im ruhigen Schneetreiben verschwunden ist, sind alle Anzeichen menschlicher Anwesenheit der Umwelt zurückgegeben. Fast scheint es, als verschmelze die schöpfende Kraft der Natur mit dem, was sie unter Bündelung all ihrer Wunder hervorgebracht hat.
Dem mit sich und der Welt im Reinen Bewegenden eröffnet sich unerwartet ein atemberaubender Anblick: Am Horizont, dem Punkt im Leben, der für viele Fixpunkt und Hoffnungsschimmer gleichzeitig verkörpert, lugt die Abendsonne in friedvollem Orange für den Hauch eines Herzschlages aus der ansonsten in beruhigendem Grau gehaltenen Wolkendecke hervor; fast so, als wolle sie ein letztes Mal dem scheidenden Tag in Augenschein nehmen, um sich schließlich mit einem letzten Blinzeln, in Form einer kurzlebigen Reflexion im kristallklaren Reif der unter einer schützenden Eisdecke schlafenden Oder zu verabschieden. Dann weicht der Schneefall einer klaren, kalten Luft, die leise wispernd das Schlafgemach Frau Holles vor sich her schiebt, und den Blick auf einen Sternen versehenden und herrlich funkelnden Himmel freigibt, während sie den Kopf von jeglichen Sorgen und Alltagsschwierigkeiten befreit.
An diesen Teil der Stadt gelangen die Geräusche der nahen, doch gleichzeitig so weit entfernt gelegenen Zivilisation nur als ein märchenhaftes Flüstern, und die Stille um einen herum erinnert daran, dass wir in unserem Leben hin und wieder einen Augenblick der Einsamkeit und Selbstfindung benötigen, ehe wir mit neuem Mut an die vor uns stehenden Aufgaben gehen können. Die Schnee behangenden Bäume am Ufer des Flusses gleichen kraftvollen und ruhigen Wächtern der Nacht, die stramm und unter einen wärmenden Decke versteckt den einsamen Wanderer beschützen, der sich immer weiter in ein für Menschen unbekanntes Terrain begibt. Eine Eule gleitet aus der Dunkelheit lautlos vorüber, und der Herrscher der Dunkelheit begrüßt so auf seine Art den willkommenen, weil nach Ruhe suchenden Gast.
Mit jedem Schritt, mit dem er sich der mittlerweile als nur ein rauschendes Auf und Ab zu vernehmenden Stadt entfernt, wächst die Gewissheit, endlich im vollständigen Einklang mit der Natur zu sein, hier Kraft zu schöpfen, um dann mit neuem Enthusiasmus zurück zu kehren.
Ach herrje, da tropft ja der Schleim der Romantik aus allen Poren. Mal sehen, was ein Pessimist dazu sagen würde:
Ein Spaziergang entlang der Oder in der Abenddämmerung und bei Schneefall aus der Sicht eines Pessimisten
Der eisige Wintersturm wirbelt unbarmherzig immer neue, eisig kalte Flocken in das Gesicht, und der krachend kalte Wind fährt unnachgebend durch Mark und Bein. Er verleiht dem irrenden Wanderer den Anblick eines Absurdum, das unmöglich in diese Lebens verachtende Umgebung passt. Der rutschige Schneematsch gibt unter jedem Schritt nach, was einen sicheren Tritt unmöglich macht und die mittlerweile völlig durchnässten Stiefel zeigen keinerlei Erbarmen mit der geschundenen Haut der Füße. Auf der Schuhspitze stapeln sich eiligst die Schneeflocken, die im eiligen Schritt rasch zu Eis gefrieren, und so jede wärmende Eigenschaft des zermürbten Leders zunichte machen. Die Spuren im Schnee überdauern nur für den Hauch einer Sekunde, und kurz nachdem der rastlose vorüber geeilt ist, hat die gnadenlose Natur jegliche Ahnung menschlichen Seins überwältigt. Es ist unfehlbar zu erkennen, dass die Natur kein Erbarmen mit dem Eindringling hat, den sie zwar hervorgebracht hat, der sich jedoch immer weiter von ihr fort entwickelte, und so zum unerbittlichen Gegner wurde.
Plötzlich reißt die Wolkendecke auf, und die Sonne lugt höhnisch für einen kurzen Moment aus dem undurchdringlichen Grau aus Schnee, Eis - und folgerichtig dem Tod - hervor, um einen letzten mahnenden Schrei heraufzubeschwören, umzukehren, und schleunigst in vertraute Umgebung zurück zu kehren. Doch die Natur weiß, was sie tut, und die Hypnose ist unüberwindbar. Vorwärts, immer weiter vorwärts … , ins Verderben.
Das Eis auf dem Fluss beginnt zu krachen, und innerlich spürt man, dass es mittlerweile zu schwach ist, um als rettende Bahn in die Zivilisation dienen zu können. Dann bricht der Schneefall abrupt ab, und ein noch eisigerer Wind, nun nicht mehr von dichten Flocken gebremst, macht jeden klaren Gedanken unmöglich. Wie in Trance, stapft man voran. Die Geräusche der Stadt verschwinden, die Stille greift um sich, und nimmt Besitz von der verängstigten, einsamen Seele. Die Bäume am Ufer ragen bedrohlich auf, und schütten eine Ladung kalten Schnees in den Kragen, sobald es jemand wagt, ihre Ruhe zu stören. Urplötzlich schießt eine Eule, wie aus dem Nichts, am Wanderer vorbei, und dieser wahre Herrscher der Finsternis erinnert mit einem lang gezogenen, und klagenden Schrei daran, dass man hier nicht willkommen ist, und geradewegs in die Katastrophe wankt. Keine Menschenseele ist in der Nähe, um einen aufzufangen, und es heißt nur vorwärts, immer weiter vorwärts … .
Naaa, also wenn ihr mich fragt, gefällt mir das Erstere besser. Aber alles eine Frage des Blickwinkels, stimmts?
Samstag, 21. Februar 2009
Uuuund "Action"!
Ich habe eine super Idee für eine lustige Szene in einer Sitcom!
Hauptdarsteller ist ein junger Mann. Sagen wir mal so ca. 22 Jahre alt. Na vielleicht 23. Oder doch 22, aber er wird in ein paar Wochen 23.
Dieser junge Mann ist eines Abends in seiner WG in Polen - oder Deutschland oder Frankreich; das ist nicht weiter wichtig - allein. Er hat aber einen perfekten Plan ausgearbeitet, um sich die Zeit zu vertreiben. Und zwar hat er den ganzen Tag verschiedene Lebensmittel eingekauft, weil er vor hat, etwas zu backen. Allerdings nichts gewöhnliches wie zum Beispiel Schillerlocken oder eine Schwarzwälder Kirschtorte, sondern gewisse Fischköder. Sogenannte Boilies. Dazu hat er im Internet nach Rezepten recherchiert und ist auch heilfroh, dass er alle Zutaten gefunden hatte. Sachen wie Milchpulver, Sojamehl oder Maismehl.
Nun denn. Der junge Herr steht also gut gelaunt in seiner Küche und beginnt, nachdem er in selbiger klar Schiff gemacht hatte, verschiedene Zutaten in eine Schüssel zu geben. Beispielsweise Backpulver, Puddingpulver, ein paar Eier und dann ... . Oh je. Es müssen genau abgemessene Mengen von den anderen Dingen hinein. Also muss ein Messbecher her.
Er beginnt zu suchen. Zuerst in den Hängeschränken. Dann in den Schubläden. Als nächstes im Abwasch. Dann im Kühlschrank. Etwas verzweifelt danach im Gefrierfach. Wenig später in der Waschmaschine, in allen Zimmern und deren Schränken, und zu guter Letzt an jedem Ort noch einmal. Wie gesagt, er ist allein in der Wohnung. Er weiß, dass seine Mitbewohnerin gerne bäckt; erst gestern hatte sie leckere Krapfen gemacht. Demnach vermutet er, dass sich irgendwo ein Messbecher versteckt. Er beginnt die Suche von vorne.
Ohne Erfolg.
Da fällt sein Blick auf die Armbanduhr (wobei er in der Hand, an deren Gelenk die Uhr ist ein Glas Apfelsaft hält, dessen Inhalt er sich laut plätschernd über das T-Shirt gießt) und er bemerkt ein wenig erleichtert, dass es erst 19:00 Uhr ist. Also schnell die Jacke übergeworfen - Pullover unnötig, er will ja nur schnell über die Straße in den kleinen Tante-Emma Laden - und runter.
Der Tante-Emma Laden ist geschlossen.
Also beschließt er sich schnurstraks zu dem riesen Einkaufszentrum zu begeben. Die Straßenbahn kommt auch gleich, und 5 Minuten später betritt er das Riesending. Er fährt ohne viel Federlesen in das erste von insgesamt 4 Stockwerken, weil er in dem dortigen Supermarkt das Objekt der Begierde vermutet. Er weiß, dass es dort 3 Gänge voller Haushaltsgeräte gibt. Also nichts wie hin.
Im Supermarkt ist es etwas kühl. Der Pullover wäre jetzt sehr nützlich. Nachdem er die 3 Gänge 2 Mal auf und ab gegangen ist, und erstaunt feststellen musste, dass man heutzutage Olivenölmessgläschen kaufen kann, die aber für seine Zwecke alles andere als ideal sind, hat er etwas enttäuscht und sauer nur ein Glas Nutella und Handseife gekauft.
Außerhalb des Supermarktes beginnt sein Gehirn auf Hochtouren zu laufen. Er entsinnt sich eines Haushaltswarengeschäftes im obersten Stock und hofft dort auf Erfolg. Im Geschäft für Haushaltswaren gibt es keine Messbecher. Dafür aber Kochlöffel aus jedem nur erdenklichen Material und Olivenölmessgläschen. Im Geschäft nebenan gibt es die gleichen Haushaltswaren in einem anderen Design. Mäuschen und nackte Frauen zieren die Tasssen und Teller dort.
Er fängt an, das Kaufhaus systematisch, auf allen Etagen, abzulaufen. Er besucht Läden für Kinderspielzeug, Saturn, Intersport, diverse Parfümerien, und eine Apotheke. Ohne Erfolg.
Im letzten Stockwerk findet er einen Rossmann (Drogerie) und geht hinein. Zwar entdeckt er dort einen Milchtopf und Rasierklingen in jeder Größe, aber selbstverständlich keinen Messbecher.
Gerade als er völlig erschöpft - und verklebt vom Apfelsaft - aufgeben will, fällt sein Blick auf eine Skala. In Milligramm beschrieben. Doch es ist kein Messbecher, nein. Ein wenig verzweifelt, belustigt und verwirrt zugleich greift er zu der ... Babynuckelflasche. Mit richtigem Nuckel. Aber es sind Striche in Milligramm drauf - bis 240; in 10er Schritten!!!
Damit stellt er sich freudestrahlend in die Schlange. Da spricht ihn ein junger Mann in ungefähr seinem Alter an, der ein Kind im Arm hält:
Mann mit Kind: "Na, auch schon Vater?"
Junger Mann: "Wie? Was? ... Ach so, das meinst du. Äääh, nein nein. Das ist nicht für ein Kind gedacht."
Mann mit Kind (ironisch lächelnd): "Selbstverständlich nicht."
Junger Mann (hektisch): "Nein, also du verstehst das falsch. Ich wollte was messen."
Mann mit Kind (zweifelnd): "Mit ner Nuckelflasche..."
Juger Mann (erleichtert): "GENAU! Guck hier sind so Striche drauf ... ."
Mann mit Kind: (belustigt): "Was du nicht sagst."
Junger Mann: (verzweifelt): "Naja ich will Angelköder backen und brauch die richtigen Mengen und hatte keinen Messbecher."
Mann mit Kind (ungläubig): "Angelköder."
Junger Mann (Verständnis bittend nickend): "Ja... ."
Mann mit Kind: "Aha. Weißt du was, so was habe ich am Anfang auch versucht, hat mir aber nie einer geglaubt. Steh einfach dazu, dann geht es leichter. Ist hier nichts ungewöhnliches, das man so jung Vater ist. Wie heißt es denn?"
Pause.
Junger Mann (aufgebend): "Boilie."
Und ich möchte die Hauptrolle spielen! Warum? Weil ich mich seit heute Abend verdammt gut in die Rolle hineinversetzen kann.
Hauptdarsteller ist ein junger Mann. Sagen wir mal so ca. 22 Jahre alt. Na vielleicht 23. Oder doch 22, aber er wird in ein paar Wochen 23.
Dieser junge Mann ist eines Abends in seiner WG in Polen - oder Deutschland oder Frankreich; das ist nicht weiter wichtig - allein. Er hat aber einen perfekten Plan ausgearbeitet, um sich die Zeit zu vertreiben. Und zwar hat er den ganzen Tag verschiedene Lebensmittel eingekauft, weil er vor hat, etwas zu backen. Allerdings nichts gewöhnliches wie zum Beispiel Schillerlocken oder eine Schwarzwälder Kirschtorte, sondern gewisse Fischköder. Sogenannte Boilies. Dazu hat er im Internet nach Rezepten recherchiert und ist auch heilfroh, dass er alle Zutaten gefunden hatte. Sachen wie Milchpulver, Sojamehl oder Maismehl.
Nun denn. Der junge Herr steht also gut gelaunt in seiner Küche und beginnt, nachdem er in selbiger klar Schiff gemacht hatte, verschiedene Zutaten in eine Schüssel zu geben. Beispielsweise Backpulver, Puddingpulver, ein paar Eier und dann ... . Oh je. Es müssen genau abgemessene Mengen von den anderen Dingen hinein. Also muss ein Messbecher her.
Er beginnt zu suchen. Zuerst in den Hängeschränken. Dann in den Schubläden. Als nächstes im Abwasch. Dann im Kühlschrank. Etwas verzweifelt danach im Gefrierfach. Wenig später in der Waschmaschine, in allen Zimmern und deren Schränken, und zu guter Letzt an jedem Ort noch einmal. Wie gesagt, er ist allein in der Wohnung. Er weiß, dass seine Mitbewohnerin gerne bäckt; erst gestern hatte sie leckere Krapfen gemacht. Demnach vermutet er, dass sich irgendwo ein Messbecher versteckt. Er beginnt die Suche von vorne.
Ohne Erfolg.
Da fällt sein Blick auf die Armbanduhr (wobei er in der Hand, an deren Gelenk die Uhr ist ein Glas Apfelsaft hält, dessen Inhalt er sich laut plätschernd über das T-Shirt gießt) und er bemerkt ein wenig erleichtert, dass es erst 19:00 Uhr ist. Also schnell die Jacke übergeworfen - Pullover unnötig, er will ja nur schnell über die Straße in den kleinen Tante-Emma Laden - und runter.
Der Tante-Emma Laden ist geschlossen.
Also beschließt er sich schnurstraks zu dem riesen Einkaufszentrum zu begeben. Die Straßenbahn kommt auch gleich, und 5 Minuten später betritt er das Riesending. Er fährt ohne viel Federlesen in das erste von insgesamt 4 Stockwerken, weil er in dem dortigen Supermarkt das Objekt der Begierde vermutet. Er weiß, dass es dort 3 Gänge voller Haushaltsgeräte gibt. Also nichts wie hin.
Im Supermarkt ist es etwas kühl. Der Pullover wäre jetzt sehr nützlich. Nachdem er die 3 Gänge 2 Mal auf und ab gegangen ist, und erstaunt feststellen musste, dass man heutzutage Olivenölmessgläschen kaufen kann, die aber für seine Zwecke alles andere als ideal sind, hat er etwas enttäuscht und sauer nur ein Glas Nutella und Handseife gekauft.
Außerhalb des Supermarktes beginnt sein Gehirn auf Hochtouren zu laufen. Er entsinnt sich eines Haushaltswarengeschäftes im obersten Stock und hofft dort auf Erfolg. Im Geschäft für Haushaltswaren gibt es keine Messbecher. Dafür aber Kochlöffel aus jedem nur erdenklichen Material und Olivenölmessgläschen. Im Geschäft nebenan gibt es die gleichen Haushaltswaren in einem anderen Design. Mäuschen und nackte Frauen zieren die Tasssen und Teller dort.
Er fängt an, das Kaufhaus systematisch, auf allen Etagen, abzulaufen. Er besucht Läden für Kinderspielzeug, Saturn, Intersport, diverse Parfümerien, und eine Apotheke. Ohne Erfolg.
Im letzten Stockwerk findet er einen Rossmann (Drogerie) und geht hinein. Zwar entdeckt er dort einen Milchtopf und Rasierklingen in jeder Größe, aber selbstverständlich keinen Messbecher.
Gerade als er völlig erschöpft - und verklebt vom Apfelsaft - aufgeben will, fällt sein Blick auf eine Skala. In Milligramm beschrieben. Doch es ist kein Messbecher, nein. Ein wenig verzweifelt, belustigt und verwirrt zugleich greift er zu der ... Babynuckelflasche. Mit richtigem Nuckel. Aber es sind Striche in Milligramm drauf - bis 240; in 10er Schritten!!!
Damit stellt er sich freudestrahlend in die Schlange. Da spricht ihn ein junger Mann in ungefähr seinem Alter an, der ein Kind im Arm hält:
Mann mit Kind: "Na, auch schon Vater?"
Junger Mann: "Wie? Was? ... Ach so, das meinst du. Äääh, nein nein. Das ist nicht für ein Kind gedacht."
Mann mit Kind (ironisch lächelnd): "Selbstverständlich nicht."
Junger Mann (hektisch): "Nein, also du verstehst das falsch. Ich wollte was messen."
Mann mit Kind (zweifelnd): "Mit ner Nuckelflasche..."
Juger Mann (erleichtert): "GENAU! Guck hier sind so Striche drauf ... ."
Mann mit Kind: (belustigt): "Was du nicht sagst."
Junger Mann: (verzweifelt): "Naja ich will Angelköder backen und brauch die richtigen Mengen und hatte keinen Messbecher."
Mann mit Kind (ungläubig): "Angelköder."
Junger Mann (Verständnis bittend nickend): "Ja... ."
Mann mit Kind: "Aha. Weißt du was, so was habe ich am Anfang auch versucht, hat mir aber nie einer geglaubt. Steh einfach dazu, dann geht es leichter. Ist hier nichts ungewöhnliches, das man so jung Vater ist. Wie heißt es denn?"
Pause.
Junger Mann (aufgebend): "Boilie."
Und ich möchte die Hauptrolle spielen! Warum? Weil ich mich seit heute Abend verdammt gut in die Rolle hineinversetzen kann.
Donnerstag, 19. Februar 2009
Ab aufs Amt!
Es ist nun schon länger her, dass ich mich hier gemeldet habe. Wem das nicht aufgefallen ist, der weiß es spätestens jetzt. In dem folgenden Blog werde ich in Klammern englische Übersetzungen angeben, für Wörter, von denen ich denke, dass sie nicht-Muttersprachlern nicht unbedingt bekannt sind.
Ich könnte hier viel erzählen, von der Reise nach Berlin, von dem vorangegangenen (previous) mündlichen Examen, das ich hier in Polen hatte - Es lief gut, eine 1,7 ist dabei herausgesprungen (was the result) - oder von der schönen Woche mit Melissa und den Großeltern in Berlin und dem dazugehörigen (dazugehören - belong to) Schnee.
Aber das spielte sich in Deutschland ab (took place), und der Blog soll ja doch mehr über Polen berichten.
Hier schneit es auch. In rauen Mengen! (A lot!). Dazu ist auch ein bißchen kalt, aber der Wind ist nicht so stark, wie in Berlin. Das heißt, dass es noch ganz angenehm (comfortable) ist. Ich habe heute ein schönes Erlebnis mit einer polnischen Behörde (Office) gehabt. Ja, richtig, ein schönes Erlebnis.
Ich habe nämlich heute meinen Angelschein erworben (acquire). Für den Fall, dass ich es in den nächsten 4 - 5 Monaten ans Wasser schaffe. Dabei musste ich zum zuständigen (responsable) Amt. Da nahm mich ein älterer Herr in Empfang (to welcome someone), der mich in ein extra Zimmer führte. Diesen Vorzug (advantage) genoss (enjoy) ich, da ich mich gestern quasi angemeldet hatte. Er sprach sehr langsam und äußerst deutlich mit mir - so wie man eben mit jemandem redet, von dem man annehmen muss, dass er ernsthafte (serious) mentale Schwierigkeiten hätte - und war wie mein Professor für Sprachwissenschaft gekleidet. Unauffällige graue Hose, braunen Pullover und natürlich eine kunstvoll geschwungene (swing?) Brille, von der er gleich zwei dabei hatte. Zunächst bat er mich um meinen Ausweis, mit dessen Hilfe er - also eher mit den Informationen auf meinem Ausweis - eine weiße Karteikarte ausfüllte. Er schrieb meinen Namen, die meiner Eltern, mein Geburtsdatum und den Geburtsort auf. Das heißt, zunächst hob er noch nach 30 Minuten erschöpft (exhausted) den Kopf, um festzustellen (notice), dass er die Brille wechseln musste, weil er nichts sah. Nach weiteren 30 Minuten war er dann aber auch schon fertig.
Als nächstes wollte er meinen Studentenausweis sehen. Er war mit dem Ausfüllen der Karte so sehr beschäftigt (busy), dass er die Welt um ihn herum zu vergessen schien. So konnte ich einen interessanten Dialog - naja, eher Monolog - mit ihm führen. Ich fragte ihn unter anderem nach seiner Frau, seinen Kindern, wann er nach Polen gekommen sei, ob er wüsste, dass er zwei Brillen besäße (possess), ob er mir den Rücken kratzen (scratch) könne, und ob ich von seinem Kaffee trinken könnte. Da er keine meiner Fragen beantwortete und auch nicht den Eindruck machte (to give an impression), dass er auch nur eine meiner Fragen gehört hatte, nahm ich mir einfach einen Schluck.
Nachdem auch die Studentenausweishürde (not to translate ... )genommen war, klärte er mich über meine Pflichten und Rechte auf. Es war ein munterer (joyful) Monolog seinerseits mit einsilbigen Antworten meinerseits. Ich gab an in Deutschland einen Angelschein zu besitzen, funkelte (to tell small lies) ein wenig mit den Schonzeiten (close-season) und Mindestmaßen (minimum size) für verschiedene Fische in Deutschland und weitete immer dann die Augen und warf ein "Ja" ein, wenn ich es für richtig hielt.
Dann bezahlte ich natürlich noch, bedankte mich höflich und nahm die ca. 5 Dokumente - alle handgeschrieben, gestempelt und gültig.
Nur der See, zu dem ich danach ging, um zu gucken, in welchem Zustand er sich befände, war zugefroren. Und es war kalt. Und windig. Und schneeig. Also muss das Angeln verschoben (delay) werden.
Aber so kümmere ich mich heute um meinen Papierkram. Ist ja auch nicht schlecht.
Also einen schönen schmutzigen Donnerstag, der in Polen "fettiger Donnerstag" heißt. Ich finde das lustig.
Bis bald,
Robert.
Ich könnte hier viel erzählen, von der Reise nach Berlin, von dem vorangegangenen (previous) mündlichen Examen, das ich hier in Polen hatte - Es lief gut, eine 1,7 ist dabei herausgesprungen (was the result) - oder von der schönen Woche mit Melissa und den Großeltern in Berlin und dem dazugehörigen (dazugehören - belong to) Schnee.
Aber das spielte sich in Deutschland ab (took place), und der Blog soll ja doch mehr über Polen berichten.
Hier schneit es auch. In rauen Mengen! (A lot!). Dazu ist auch ein bißchen kalt, aber der Wind ist nicht so stark, wie in Berlin. Das heißt, dass es noch ganz angenehm (comfortable) ist. Ich habe heute ein schönes Erlebnis mit einer polnischen Behörde (Office) gehabt. Ja, richtig, ein schönes Erlebnis.
Ich habe nämlich heute meinen Angelschein erworben (acquire). Für den Fall, dass ich es in den nächsten 4 - 5 Monaten ans Wasser schaffe. Dabei musste ich zum zuständigen (responsable) Amt. Da nahm mich ein älterer Herr in Empfang (to welcome someone), der mich in ein extra Zimmer führte. Diesen Vorzug (advantage) genoss (enjoy) ich, da ich mich gestern quasi angemeldet hatte. Er sprach sehr langsam und äußerst deutlich mit mir - so wie man eben mit jemandem redet, von dem man annehmen muss, dass er ernsthafte (serious) mentale Schwierigkeiten hätte - und war wie mein Professor für Sprachwissenschaft gekleidet. Unauffällige graue Hose, braunen Pullover und natürlich eine kunstvoll geschwungene (swing?) Brille, von der er gleich zwei dabei hatte. Zunächst bat er mich um meinen Ausweis, mit dessen Hilfe er - also eher mit den Informationen auf meinem Ausweis - eine weiße Karteikarte ausfüllte. Er schrieb meinen Namen, die meiner Eltern, mein Geburtsdatum und den Geburtsort auf. Das heißt, zunächst hob er noch nach 30 Minuten erschöpft (exhausted) den Kopf, um festzustellen (notice), dass er die Brille wechseln musste, weil er nichts sah. Nach weiteren 30 Minuten war er dann aber auch schon fertig.
Als nächstes wollte er meinen Studentenausweis sehen. Er war mit dem Ausfüllen der Karte so sehr beschäftigt (busy), dass er die Welt um ihn herum zu vergessen schien. So konnte ich einen interessanten Dialog - naja, eher Monolog - mit ihm führen. Ich fragte ihn unter anderem nach seiner Frau, seinen Kindern, wann er nach Polen gekommen sei, ob er wüsste, dass er zwei Brillen besäße (possess), ob er mir den Rücken kratzen (scratch) könne, und ob ich von seinem Kaffee trinken könnte. Da er keine meiner Fragen beantwortete und auch nicht den Eindruck machte (to give an impression), dass er auch nur eine meiner Fragen gehört hatte, nahm ich mir einfach einen Schluck.
Nachdem auch die Studentenausweishürde (not to translate ... )genommen war, klärte er mich über meine Pflichten und Rechte auf. Es war ein munterer (joyful) Monolog seinerseits mit einsilbigen Antworten meinerseits. Ich gab an in Deutschland einen Angelschein zu besitzen, funkelte (to tell small lies) ein wenig mit den Schonzeiten (close-season) und Mindestmaßen (minimum size) für verschiedene Fische in Deutschland und weitete immer dann die Augen und warf ein "Ja" ein, wenn ich es für richtig hielt.
Dann bezahlte ich natürlich noch, bedankte mich höflich und nahm die ca. 5 Dokumente - alle handgeschrieben, gestempelt und gültig.
Nur der See, zu dem ich danach ging, um zu gucken, in welchem Zustand er sich befände, war zugefroren. Und es war kalt. Und windig. Und schneeig. Also muss das Angeln verschoben (delay) werden.
Aber so kümmere ich mich heute um meinen Papierkram. Ist ja auch nicht schlecht.
Also einen schönen schmutzigen Donnerstag, der in Polen "fettiger Donnerstag" heißt. Ich finde das lustig.
Bis bald,
Robert.
Freitag, 30. Januar 2009
Was du nicht willst, das man dir tu ...
das füg auch keinem andren zu!
Es passieren mir am Tag häufig viele Dinge, bei denen ich froh bin, dass mich keiner beobachtet. Derartige Tollpatschigkeiten geschehen aus verschiedenen Gründen. Ich habe drei Kategorien zusammengestellt und möchte sie hier und jetzt vorstellen. Ich erwähnte eben, dass ich froh wäre, nicht gesehen zu werden, wenn mir diese Dinge unterlaufen. Daher mag es seltsam erscheinen, wenn ich eigene Beispiele anbringe. Ich führe dieses Willen einfach darauf zurück, dass mein Verlangen mich blos zu stellen größer ist, als der natürliche Selbsterhaltungs -bzw. Selbstschutztrieb des Menschen.
Aber von welchen "Dingen" schreibe ich hier? Ein Beispiel: Ich sitze in meiner Wohnung am Schreibtisch und schweife in Gedanken vom Lernen ab. Dabei fällt mir ein, dass wir schon lange nicht mehr den Briefkasten geleert haben. Also stehe ich auf, gehe in die Küche um die volle Mülltüte zu holen (es liegt beides auf dem Weg) und gehe nach unten.
Sobald ich wieder an meinem Schreibtisch sitze und erneut in Gedanken vom Lernen abschweife merke ich, dass ich den Briefkasten selbstverständlich nicht geleert habe; weil ich erstens: Als ich unten war nicht mehr daran gedacht habe und, viel wichtiger, zweitens: Weil ich schon auf dem Weg von meinem Schreibtisch in die Küche in Gedanken nur noch beim Müll und schon lange nicht mehr beim Schlüssel für den Briefkasten war.
Damit wären wir übrigens bei Kategorie eins: Schussligkeiten unter Einfluss von Drogen. Dieses ist mir sehr oft im letzten Sommer passiert, und es war auf einen übermäßigen Kaffeegenuss zurück zu führen. Seit ich den Koffeinhaushalt meinem Wasserhaushalt angeglichen habe (und Gott sei Dank nicht andersherum) ist diese Kategorie seltener der Grund für Dummheiten.
Leider aber ist nicht nur Koffein eine Droge, sondern auch Alkohol. Mehr dazu später.
Eine zweite Kategorie ist: Schussligkeiten wegen Tagträumerei.
Die peinlichste und meist auch gefährlichste Kategorie: Jüngstes Beispiel:
Ich war eben im kleinen Supermarkt auf der anderen Straßenseite. Als ich mit dem Einkauf wieder zurück bin, hatte ich einen wunderbaren Tagtraum. (Hier allerdings geht es nur darum dass ich einen Tagtraum hatte, nicht darum wie selbiger aussah-ich bin wirklich froh, dass man noch nicht in mein Gehirn gucken kann). Jedenfalls wurde dieser Tagtraum mir fast zum Verhängnis, weil ich auf den (ungelogen) 7 Metern von Supermarkt zu Haustür fast zweimal überfahren worden wäre. Damit noch nicht genug. Als ich (sicher!) auf meiner Strassenseite ankam, habe ich, in Tagträumereien versunken, versucht mit meinem Schlüssel die falsche Haustür aufzuschließen. Die beiden Eingänge, das sollte zu meiner Schande erwähnt werden, sind von einer Toreinfahrt getrennt und mein Eingang orange und der andere gelb. Für Tagträumer ist das selbstredend nicht auseinander zu halten.
Meine Lieblingskategorie jedoch ist die dritte: Schussligkeiten aus purer Dummheit.
Ich hasse es, wenn Leute ihre Kaugummis auf den Gehweg spucken. Wenigstens ein Gebüsch wäre angebracht (damit die Chance besteht, dass sich diese Ratten der Lüfte, auch Tauben genannt, an den Dingern verschlucken und elendich verrecken). Aber nein, zu oft muss ich, weil ich in Tagträumen versunken bin, Kaugummi von meiner Sohle kratzen.
Und nun zur Dummheit: Ich kam vom Einkaufen (seltsamer Weise hängen viele Dummheiten mit einem Einkauf zusammen) zurück und kaute genüsslich einen Airwaves, als ich in ein paar Metern Entfernung einen Papierkorb sah. Mit zwei Löchern, um den Müll hinein zu stopfen. Ich, als unglaublich (gut aussehender, sportlicher, eleganter) perfekter Basketballspieler wollte meinen Kaugummi in lässiger Manier in den Papierkorb durch eines der Löcher spucken. Zielstrebig steuerte ich also darauf zu, zielte und ... verfehlte natürlich um Längen. Und nun die Dummheit: Statt über den Papierkorb ins Gebüsch (für die Tauben) zu spucken, prallte das klebrige Etwas vom Metall ab, flog mir entgegen, und landete genau dann und dort auf dem Boden, als sich mein Fuß in Zeitlupentempo und in Begleitung eines langgezogenen NEEEIIINNs darüber senkte. Was du nicht willst, das man dir tu ...
Deshalb bin ich manchmal ganz froh, dass mich keiner beobachtet.
Andererseits, um auf die erste Kategorie zurück zu kommen, ist es von Vorteil, wenn ich schützende Leute um mich herum habe. (Ich denke nur an die vielen Dinge, die in Karlsruhe passiert sind...) Aber besonders frisch ist ein Ereignis vom letzte Wochenende. Melissa und ich hatten gerade Kasia zur Straßenbahn gebracht und waren schon wieder im Treppenhaus auf dem Weg nach oben, da wollte ich zielstrebig (unter Einfluss von Wodka) mit meinem Schlüssel eine Etage unter mir die Wohnungstür aufschließen. Da war ich aber heilfroh, dass Melissa da war, weil ich mein Missgeschick sicher erst gemerkt hätte, wenn der Bewohner mir seine Faust auf das Gesicht gesetzt hätte.
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss noch einen Kaugummi von meinem Schuh kratzen ... .
Es passieren mir am Tag häufig viele Dinge, bei denen ich froh bin, dass mich keiner beobachtet. Derartige Tollpatschigkeiten geschehen aus verschiedenen Gründen. Ich habe drei Kategorien zusammengestellt und möchte sie hier und jetzt vorstellen. Ich erwähnte eben, dass ich froh wäre, nicht gesehen zu werden, wenn mir diese Dinge unterlaufen. Daher mag es seltsam erscheinen, wenn ich eigene Beispiele anbringe. Ich führe dieses Willen einfach darauf zurück, dass mein Verlangen mich blos zu stellen größer ist, als der natürliche Selbsterhaltungs -bzw. Selbstschutztrieb des Menschen.
Aber von welchen "Dingen" schreibe ich hier? Ein Beispiel: Ich sitze in meiner Wohnung am Schreibtisch und schweife in Gedanken vom Lernen ab. Dabei fällt mir ein, dass wir schon lange nicht mehr den Briefkasten geleert haben. Also stehe ich auf, gehe in die Küche um die volle Mülltüte zu holen (es liegt beides auf dem Weg) und gehe nach unten.
Sobald ich wieder an meinem Schreibtisch sitze und erneut in Gedanken vom Lernen abschweife merke ich, dass ich den Briefkasten selbstverständlich nicht geleert habe; weil ich erstens: Als ich unten war nicht mehr daran gedacht habe und, viel wichtiger, zweitens: Weil ich schon auf dem Weg von meinem Schreibtisch in die Küche in Gedanken nur noch beim Müll und schon lange nicht mehr beim Schlüssel für den Briefkasten war.
Damit wären wir übrigens bei Kategorie eins: Schussligkeiten unter Einfluss von Drogen. Dieses ist mir sehr oft im letzten Sommer passiert, und es war auf einen übermäßigen Kaffeegenuss zurück zu führen. Seit ich den Koffeinhaushalt meinem Wasserhaushalt angeglichen habe (und Gott sei Dank nicht andersherum) ist diese Kategorie seltener der Grund für Dummheiten.
Leider aber ist nicht nur Koffein eine Droge, sondern auch Alkohol. Mehr dazu später.
Eine zweite Kategorie ist: Schussligkeiten wegen Tagträumerei.
Die peinlichste und meist auch gefährlichste Kategorie: Jüngstes Beispiel:
Ich war eben im kleinen Supermarkt auf der anderen Straßenseite. Als ich mit dem Einkauf wieder zurück bin, hatte ich einen wunderbaren Tagtraum. (Hier allerdings geht es nur darum dass ich einen Tagtraum hatte, nicht darum wie selbiger aussah-ich bin wirklich froh, dass man noch nicht in mein Gehirn gucken kann). Jedenfalls wurde dieser Tagtraum mir fast zum Verhängnis, weil ich auf den (ungelogen) 7 Metern von Supermarkt zu Haustür fast zweimal überfahren worden wäre. Damit noch nicht genug. Als ich (sicher!) auf meiner Strassenseite ankam, habe ich, in Tagträumereien versunken, versucht mit meinem Schlüssel die falsche Haustür aufzuschließen. Die beiden Eingänge, das sollte zu meiner Schande erwähnt werden, sind von einer Toreinfahrt getrennt und mein Eingang orange und der andere gelb. Für Tagträumer ist das selbstredend nicht auseinander zu halten.
Meine Lieblingskategorie jedoch ist die dritte: Schussligkeiten aus purer Dummheit.
Ich hasse es, wenn Leute ihre Kaugummis auf den Gehweg spucken. Wenigstens ein Gebüsch wäre angebracht (damit die Chance besteht, dass sich diese Ratten der Lüfte, auch Tauben genannt, an den Dingern verschlucken und elendich verrecken). Aber nein, zu oft muss ich, weil ich in Tagträumen versunken bin, Kaugummi von meiner Sohle kratzen.
Und nun zur Dummheit: Ich kam vom Einkaufen (seltsamer Weise hängen viele Dummheiten mit einem Einkauf zusammen) zurück und kaute genüsslich einen Airwaves, als ich in ein paar Metern Entfernung einen Papierkorb sah. Mit zwei Löchern, um den Müll hinein zu stopfen. Ich, als unglaublich (gut aussehender, sportlicher, eleganter) perfekter Basketballspieler wollte meinen Kaugummi in lässiger Manier in den Papierkorb durch eines der Löcher spucken. Zielstrebig steuerte ich also darauf zu, zielte und ... verfehlte natürlich um Längen. Und nun die Dummheit: Statt über den Papierkorb ins Gebüsch (für die Tauben) zu spucken, prallte das klebrige Etwas vom Metall ab, flog mir entgegen, und landete genau dann und dort auf dem Boden, als sich mein Fuß in Zeitlupentempo und in Begleitung eines langgezogenen NEEEIIINNs darüber senkte. Was du nicht willst, das man dir tu ...
Deshalb bin ich manchmal ganz froh, dass mich keiner beobachtet.
Andererseits, um auf die erste Kategorie zurück zu kommen, ist es von Vorteil, wenn ich schützende Leute um mich herum habe. (Ich denke nur an die vielen Dinge, die in Karlsruhe passiert sind...) Aber besonders frisch ist ein Ereignis vom letzte Wochenende. Melissa und ich hatten gerade Kasia zur Straßenbahn gebracht und waren schon wieder im Treppenhaus auf dem Weg nach oben, da wollte ich zielstrebig (unter Einfluss von Wodka) mit meinem Schlüssel eine Etage unter mir die Wohnungstür aufschließen. Da war ich aber heilfroh, dass Melissa da war, weil ich mein Missgeschick sicher erst gemerkt hätte, wenn der Bewohner mir seine Faust auf das Gesicht gesetzt hätte.
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss noch einen Kaugummi von meinem Schuh kratzen ... .
Montag, 26. Januar 2009
Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling
Ich komme gerade aus einem sehr schönen Wochenende, und während der romantische Schlagbohrer in der Wohnung neben uns jegliche Musik unnötig macht, versuche ich meine Gedanken zu ordnen. Melissa ist eben mit dem Zug Richtung Berlin aufgebrochen, was zur Folge hat, dass ich mehr oder minder allein in meinem Zimmer bin.
Richtig: Allein. Denn ich habe seit neuestem (Neuestem?) ein eigenes Zimmer, was widerum darauf zurück zu führen ist, dass ich eine neue Wohnung gefunden habe. Es hat sich letztendlich als weniger kompliziert herausgestellt, als zunächst anzunehmen war. Ich habe zwei Emails verschickt, auf eine davon eine Antwort bekommen. Einen Tag später saß ich im Zimmer von Magda und Mischek und widerum eine Woche später in einem eigenen Zimmer. Was soll ich sagen? Es ist sehr schön. Ein dritter Mitbewohner ist Damian, und sie machen alle einen sehr netten Eindruck. Ich wohne noch nicht sehr lange hier, und möchte deswegen den Abend nicht vor dem Tage loben, aber seit ich hier bin fühle ich mich um Längen besser. Voller Tatendrang und wieder mehr Spaß an Wrocław.
Meine neuen Mitbewohner.

Von links nach rechts: Mischek, Damian, Icke, Magda und meine Tandempartnerin Kasia. Melissa ist für die Lasagne auf dem Tisch, mein Lächeln und das Photo verantwortlich.
In meinem Zimmer stehen 2 Betten, was einen Besuch anderer Personen natrülich weit mehr gemütlicher macht (also selbstredend für die besuchenden Personen) und außerdem muss ich keine Übernachtungsgebühren zahlen. Adé Studentenwohnheim
Vielleicht noch eine kleine Anekdote: Was mir gleich aufgefallen ist, als ich die Wohnung das erste Mal betrat war, dass sie sehr sauber ist. Es wohnen außer mir (wie Ihr vielleicht schon erkannt habt) noch drei weitere Personen hier. Als gestern Damian plötzlich anfing mit Staubsauger, Wischeimer und ähnlich rabiaten Dingen dem Hausstaub an den Kragen zu gehen, war ich völlig von der Rolle und bin wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnugn gerannt und hatte seltsame Dialoge mit Damian. Zum Teil weil ich ihn nicht verstanden habe, zum Teil weil er mich auf Grund meines deutsch-polnischen Kauderwelschs (was? co zrobis? ... dlaczego, ... lass mich helfen, mozno?! co? ja nic nie ... hä?) nicht verstehen konnte, und zum Teil, weil ich einfach völlig überfordert war. Ende vom Lied: Ich habe Küche und Flur gewischt, nachdem ich mich soweit unter Kontrolle hatte, diese verantwortungsvollen Aufgaben zu übernehmen.
Was heute noch zu tun ist: Ich muss lernen. Ist echt wahr. So richtig hinsetzen und lernen. Morgen habe ich meine letzte Prüfung, allerdings auf Polnisch und dazu mündlich. Mal sehen was das wird. Heute abend darf ich dann noch einmal beim Polnisch Unterricht auftauchen um meine Note abzuholen, und um dann am Mittwoch "na piwo" zu gehen.
Nach ein paar Bildern folgen hier noch die Erkenntnisse der letzten Woche, und damit verabschiede ich mich dann auch schon. Ich muss meine Lasagne warm machen, die von gestern übrig geblieben ist, und die Melissa gemacht hat. Soooo lecker! Also die Lasagne, versteht sich.
Bis dann!
Robert.
Blick aus meinem Fenster zur Abenddämmerung. Wenn die Sonne weg ist, werden die Kirchtürme eine Zeit lang beleuchtet:

Blick aus meinem Fenster nach 24:00 Uhr, wenn die Kirchtürme nicht mehr beleuchtet werden:

Erkenntnisse der Woche:
1)Der Schnee eines ganzen Winters schmilzt nicht innerhalb nur eines Tages. Winterstiefel sind
dann Turnschuhen immer noch Vorrang zu geben.
2)Der Schlüssel für deine Haustür passt (normalerweise) auch nur in dein Haustürschloß. Länger
als nötig zu versuchen, eine andere Haustürt damit zu öffnen könnte Argwohn erregen.
3)Es gibt WGs, in denen sich nicht nur einzelne, sondern alle Bewohner am Putzen beteiligen.
Beteilige dich auch du!
4)Nur weil nach langen Wochen der Dunkelheit die Sonne scheint, heißt das noch lange nicht,
dass die Temperatur über die sechs Grad hinaussschießt. Und sechs Grad können kalt sein.
Schal und Mütze sollten immer in Reichweite sein. --> Eine Schwalbe macht noch keinen
Frühling.
Richtig: Allein. Denn ich habe seit neuestem (Neuestem?) ein eigenes Zimmer, was widerum darauf zurück zu führen ist, dass ich eine neue Wohnung gefunden habe. Es hat sich letztendlich als weniger kompliziert herausgestellt, als zunächst anzunehmen war. Ich habe zwei Emails verschickt, auf eine davon eine Antwort bekommen. Einen Tag später saß ich im Zimmer von Magda und Mischek und widerum eine Woche später in einem eigenen Zimmer. Was soll ich sagen? Es ist sehr schön. Ein dritter Mitbewohner ist Damian, und sie machen alle einen sehr netten Eindruck. Ich wohne noch nicht sehr lange hier, und möchte deswegen den Abend nicht vor dem Tage loben, aber seit ich hier bin fühle ich mich um Längen besser. Voller Tatendrang und wieder mehr Spaß an Wrocław.
Meine neuen Mitbewohner.
Von links nach rechts: Mischek, Damian, Icke, Magda und meine Tandempartnerin Kasia. Melissa ist für die Lasagne auf dem Tisch, mein Lächeln und das Photo verantwortlich.
In meinem Zimmer stehen 2 Betten, was einen Besuch anderer Personen natrülich weit mehr gemütlicher macht (also selbstredend für die besuchenden Personen) und außerdem muss ich keine Übernachtungsgebühren zahlen. Adé Studentenwohnheim
Vielleicht noch eine kleine Anekdote: Was mir gleich aufgefallen ist, als ich die Wohnung das erste Mal betrat war, dass sie sehr sauber ist. Es wohnen außer mir (wie Ihr vielleicht schon erkannt habt) noch drei weitere Personen hier. Als gestern Damian plötzlich anfing mit Staubsauger, Wischeimer und ähnlich rabiaten Dingen dem Hausstaub an den Kragen zu gehen, war ich völlig von der Rolle und bin wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnugn gerannt und hatte seltsame Dialoge mit Damian. Zum Teil weil ich ihn nicht verstanden habe, zum Teil weil er mich auf Grund meines deutsch-polnischen Kauderwelschs (was? co zrobis? ... dlaczego, ... lass mich helfen, mozno?! co? ja nic nie ... hä?) nicht verstehen konnte, und zum Teil, weil ich einfach völlig überfordert war. Ende vom Lied: Ich habe Küche und Flur gewischt, nachdem ich mich soweit unter Kontrolle hatte, diese verantwortungsvollen Aufgaben zu übernehmen.
Was heute noch zu tun ist: Ich muss lernen. Ist echt wahr. So richtig hinsetzen und lernen. Morgen habe ich meine letzte Prüfung, allerdings auf Polnisch und dazu mündlich. Mal sehen was das wird. Heute abend darf ich dann noch einmal beim Polnisch Unterricht auftauchen um meine Note abzuholen, und um dann am Mittwoch "na piwo" zu gehen.
Nach ein paar Bildern folgen hier noch die Erkenntnisse der letzten Woche, und damit verabschiede ich mich dann auch schon. Ich muss meine Lasagne warm machen, die von gestern übrig geblieben ist, und die Melissa gemacht hat. Soooo lecker! Also die Lasagne, versteht sich.
Bis dann!
Robert.
Blick aus meinem Fenster zur Abenddämmerung. Wenn die Sonne weg ist, werden die Kirchtürme eine Zeit lang beleuchtet:
Blick aus meinem Fenster nach 24:00 Uhr, wenn die Kirchtürme nicht mehr beleuchtet werden:

Erkenntnisse der Woche:
1)Der Schnee eines ganzen Winters schmilzt nicht innerhalb nur eines Tages. Winterstiefel sind
dann Turnschuhen immer noch Vorrang zu geben.
2)Der Schlüssel für deine Haustür passt (normalerweise) auch nur in dein Haustürschloß. Länger
als nötig zu versuchen, eine andere Haustürt damit zu öffnen könnte Argwohn erregen.
3)Es gibt WGs, in denen sich nicht nur einzelne, sondern alle Bewohner am Putzen beteiligen.
Beteilige dich auch du!
4)Nur weil nach langen Wochen der Dunkelheit die Sonne scheint, heißt das noch lange nicht,
dass die Temperatur über die sechs Grad hinaussschießt. Und sechs Grad können kalt sein.
Schal und Mütze sollten immer in Reichweite sein. --> Eine Schwalbe macht noch keinen
Frühling.
Montag, 19. Januar 2009
PS: Ich hasse Schleichwerbung
Hallo!
Ich habe nicht viel Zeit, aber ich möchte, ehe ich es vergesse, zu meinem letzten Eintrag zurück kommen.
Ich war bei meiner Tandempartnerin und sie hat mir dort ein Lied vorgespielt, mit dem einladenen Titel "Verpiss dich!" - natürlich auf Polnisch. Ich habe dieses Wort einmal gehört und es mir gemerkt.
Warum? Warum erstens: Merke ich mir "verpiss dich!" (wen will ich unbedingt beleidigen/nicht mehr sehen) ? Und zweitens: Warum merke ich mir NICHT "zu Fuß gehen", "werfen", "tragen" mitsamt den nötigen Konjugationen. Hm. Ich frage Kasia (meine Tandempartnerin) jedes Mal aufs Neue.
Gut, das muss dazu reichen.
Ich war am Donnerstag in Frankfurt Hahn, am Freitag in Karlsruhe (und Frankfurt Hahn), am Samstag in Dresden, am Sonntag in Berlin und am Montag in Breslau.
In Breslau gehe ich zur Uni, in Berlin war ich bei Melissa, in Dresden beim Familientreff anlässlich des Geburtstages meiner Oma, in Karlsruhe war ich beim SKIP TRACKKonzert und in Frankfurt Hahn am Flughafen.
Die Jungs von SKIP TRACK haben meiner Meinung nach ein heißes Konzert eiskalt aufs Parkett gelegt. (Übrigens höre ich gerade die CD) Mehr über SKIP TRACK auf www.SKIPTRACK.de --> Unbedingt hin und wieder mal gucken was es Neues gibt, zum Beispiel am 13.02. im Substage in Karlsruhe einen Auftritt.
Das Wichtigste (schreibt man das groß? Ich mein is ja irgendwie substantiviert ... oder?) hätte ich beinahe vergessen: Ich habe eine neue Wohnung, weswegen ich gerade nicht viel Zeit habe. (Klausur am Mittwoch, mündliche Prüfung in einer Woche und umziehen - das heißt PACKEN! - am Mittwoch und Donnerstag). Ich werde mit 3 Polen in einer Wohnung in meinem eigenen Zimmer wohnen.
Soviel jetzt, momentan muss das reichen.
Ich wünsche euch eine gute Zeit und vor allem
EIN SUPER
S K I P T R A C K
KONZERT AM 13.02.2009 IM SUBSTAGE IN KARLSRUHE
Robert.
Ich habe nicht viel Zeit, aber ich möchte, ehe ich es vergesse, zu meinem letzten Eintrag zurück kommen.
Ich war bei meiner Tandempartnerin und sie hat mir dort ein Lied vorgespielt, mit dem einladenen Titel "Verpiss dich!" - natürlich auf Polnisch. Ich habe dieses Wort einmal gehört und es mir gemerkt.
Warum? Warum erstens: Merke ich mir "verpiss dich!" (wen will ich unbedingt beleidigen/nicht mehr sehen) ? Und zweitens: Warum merke ich mir NICHT "zu Fuß gehen", "werfen", "tragen" mitsamt den nötigen Konjugationen. Hm. Ich frage Kasia (meine Tandempartnerin) jedes Mal aufs Neue.
Gut, das muss dazu reichen.
Ich war am Donnerstag in Frankfurt Hahn, am Freitag in Karlsruhe (und Frankfurt Hahn), am Samstag in Dresden, am Sonntag in Berlin und am Montag in Breslau.
In Breslau gehe ich zur Uni, in Berlin war ich bei Melissa, in Dresden beim Familientreff anlässlich des Geburtstages meiner Oma, in Karlsruhe war ich beim SKIP TRACKKonzert und in Frankfurt Hahn am Flughafen.
Die Jungs von SKIP TRACK haben meiner Meinung nach ein heißes Konzert eiskalt aufs Parkett gelegt. (Übrigens höre ich gerade die CD) Mehr über SKIP TRACK auf www.SKIPTRACK.de --> Unbedingt hin und wieder mal gucken was es Neues gibt, zum Beispiel am 13.02. im Substage in Karlsruhe einen Auftritt.
Das Wichtigste (schreibt man das groß? Ich mein is ja irgendwie substantiviert ... oder?) hätte ich beinahe vergessen: Ich habe eine neue Wohnung, weswegen ich gerade nicht viel Zeit habe. (Klausur am Mittwoch, mündliche Prüfung in einer Woche und umziehen - das heißt PACKEN! - am Mittwoch und Donnerstag). Ich werde mit 3 Polen in einer Wohnung in meinem eigenen Zimmer wohnen.
Soviel jetzt, momentan muss das reichen.
Ich wünsche euch eine gute Zeit und vor allem
EIN SUPER
S K I P T R A C K
KONZERT AM 13.02.2009 IM SUBSTAGE IN KARLSRUHE
Robert.
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